ZDF-Intendant zum Sparzwang: „Erste schlimme Phase hinter uns“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der von der KEK verordnete Sparkurs zwingt das ZDF zu harten Einschnitten, die sowohl das Programm als auch die Mitarbeiter des Senders zu spüren bekommen. Die erste schlimme Phase sei nun aber überstanden, so ZDF-Intendant Thomas Bellut. Man könne wieder mit Einstellungen beginnen

Seit mittlerweile mehr als einem Jahr befindet sich das ZDF im Krisenmodus. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte den öffentlich-rechtlichen Sender Anfang 2012 für seine mangelnden Sparbemühungen gerügt und verlangte daher vom ZDF, seine Personalkosten für die kommenden vier Jahre um 75 Millionen Euro zu reduzieren. Ursprünglich sollten 300 Mitarbeiter ihre Schreibtische räumen müssen, im Dezember wurde die Zahl aber auf bis zu 400 Stellen nach oben korrigiert. Keine leichte Zeit für die Mainzer Rundfunkanstalt. „Ja, und das war und ist hart“, erklärte Intendant Thomas Bellut zu dem anhaltenden Sparzwang gegenüber der „Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe).

Die erste schwere Etappe sei nun aber geschafft: „Wir haben die erste schlimme Phase hinter uns, liegen im Plan“, so der Intendant weiter, der nun ein gutes Jahr im Chefsessel des öffentlich-rechtlichen Senders sitzt. Ab dem 1. April könne man auch wieder vorsichtig beginnen, einzustellen. 2011 hatte das ZDF ein Einstellungsstopp verhängt, auch das Frühverrentungsmodell soll bereits Wirkung gezeigt haben.
 
Den Sparkurs wirkt sich allerdings nicht nur auf die Mitarbeiter, sondern auch auf das Programm aus. Bei zahlreichen Formaten des öffentlich-rechtlichen Senders wurde bereits der Rotstift angesetzt, mit ZDFkultur fällt dem Zwang, die Ausgaben zu senken, in Kürze auch einer der Digitalkanäle zum Opfer. In den nächsten Monaten werden nur noch Wiederholungen bei dem Kultursender zu sehen sein, ehe der Sendebetrieb gänzlich eingestellt wird. Ein konkreter Termin steht bisher aber noch nicht fest. [fm]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

13 Kommentare im Forum

  1. AW: ZDF-Intendant zum Sparzwang: "Erste schlimme Phase hinter uns" Wer 54 Mio für die Championsleague ausgeben kann, der hat nicht wirklich einen Sparzwang.
  2. AW: ZDF-Intendant zum Sparzwang: "Erste schlimme Phase hinter uns" Und das ohne jegliche Notwendigkeit.
  3. AW: ZDF-Intendant zum Sparzwang: "Erste schlimme Phase hinter uns" Lach, lach, wie sehen denn die Einschnitte aus: a) Die Mitarbeiter müssen ihren Kaffee selbst zahlen? b) Carmen Nebel wird in Mono ausgestrahlt? c) Thomas Gottschlak kommt zurück und moderiert Wetten Das - kostenlos! Stoppt die GEZ-Zwangsabgabe, der einzig vernünftige Schritt. Dann muss man sich diesen Blödsinn nicht anhören!
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