ZDF: Produzenten profitieren künftig von Video on Demand

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Dank einer Erweiterung der Vereinbarung zwischen ZDF und Produzentenallianz profitieren die Produzenten künftig auch von der Zweitverwertung ihrer Programme im Internet. Beide Seiten zeigen sich mit dem Resultat zufrieden.

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Immer mehr Menschen nutzen Mediatheken, um sich entgangene Sendungen und Programme nachträglich anzusehen. Die Produzenten hatten bisher nichts davon. Mit einer Ergänzungsvereinbarung zum bisherigen Vertrag haben das ZDF und die Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen dieses Problem seit Freitag behoben.

Mit der neuen Vereinbarung gelten die 16 Prozent Erlösbeteiligung für die Produzenten auch im Video-on-Demand-Bereich. Bisher gab es diese Beteiligung nur für die Verwertung im Ausland, im inländischen Pay-TV, im Kino und für Videogramm-Rechte, also für DVD oder VHS. „Es ist für Produzenten von größter Bedeutung, dass sie auch am Wert ihrer Programme teilhaben können, wenn deren Erstverwertungsphase abgeschlossen ist“, erklärte Alexander Thies, der Vorsitzende des Produzentenallianz-Gesamtvorstands, zufrieden.

Freuen dürfen sich die Produzenten auf einen kleinen Geldregen, denn die Vereinbarung gilt rückwirkend ab dem Jahr 2013 und läuft vorerst bis Ende 2016. Auch das ZDF zeigt sich mit dem Resultat zufrieden: „Es ist sinnvoll und notwendig, die Erlösbeteiligung der Produzenten den neuen Verwertungsmodellen der digitalen Welt anzupassen“, so ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut.

[buhl]

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2 Kommentare im Forum

  1. AW: ZDF: Produzenten profitieren künftig von Video on Demand Also wenn die Firma A eine Serie B produziert hat, dann handelt die einen festen Preis mit dem ZDF für die Erstaustrahlung und eine Woche Mediathek aus, und wenn die ein halbes Jahr später bei Amazon abrufbar ist, gibt es nochmal Geld? Oder gibt es das Geld dann nur wenn sie auch abgerufen wird? Wie ist das eigentlich bei den Verträgen mit den VOD Anbietern. Ich frage mich schon länger wie Serien der ÖR bei Amazon landen. Wenn ich "Mord mit Aussicht" oder "Bitte nicht nachmachen" bei Amazon schaue, zahle ich das dann mit meiner Primemitgliedschaft, oder mit meinen Rundfunkgebühren, oder gar doppelt?
  2. AW: ZDF: Produzenten profitieren künftig von Video on Demand Die Regelung gilt so für Auftragsproduktionen, die vom ZDF voll bezahlt werden. Das ZDF bestellt also eine Serie und der Produzent kalkuliert sämtliche Kosten, die bei ihm für den Dreh und die Fertigstellung entstehen. Darüber hinaus werden noch Handlungskosten und Gewinn gezahlt. Eigentlich sollte das ja genug sein, wenn aber die kommerzielle Tochter des ZDF das Programm verwertet, kriegen sie nochmal Geld. Für anderen Formen der Verwertung schon längere Zeit, nun auch für Verkäufe an kommerzielle Plattformen, wie Netflix, iTunes, maxdome etc. Eigentlich sind die Rechte ja schon voll bezahlt, aber da hat die Produzentenlobby seit einigen Jahren nachgekartet.
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