Zeitung: Deutsche Bank will Kirch auszahlen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Frankfurt/München – Kurz vor einer Vergleichsvereinbarung sollen der wiedererstarkte Medien-Manager Leo Kirch und die Deutsche Bank stehen. Im Gespräch ist eine Zahlung von 600 Millionen Euro an Kirch.

Dies berichtet die Schweizer „Sonntagszeitung“ und verweist auf das private Umfeld Kirchs sowie einem Informant von der Deutschen Bank. Offiziell wollte das Kredithaus keine Stellungnahme abgeben.

2002 hatte der damalige Chef der Deutschen Bank Rolf Breuer die Kreditwürdigkeit seines Kunden Kirch in einem TV-Interview öffentlich bezweifelt. Zwei Monate später zerfiel das Medien-Imperium Kirchs, die Taurus-Holding musste im April 2002 Konkurs anmelden.
 
Daraufhin führte Kirch einen erbitterten Kleinkrieg gegen die Deutsche Bank, übsäte den Konzern und die damaligen Manager mit Klagen und schikanierte die Aktionärsversammlungen. Anfang 2006 kam dann der Durchbruch: Der Bundesgerichtshof stellte in seinem Urteil fest, dass die Deutsche Bank gegenüber Kirch tatsächlich in der Schadensersatzpflicht ist. In einem zweiten Verfahren, welches der außergerichtliche Vergleich beenden könnte, forderte Kirch nun 1,6 Milliarden Euro Schadensersatz vor dem Münchener Landgericht.
 
600 Millionen Euro wären sicherlich eine nette Finanzspritze, um die Rückkehr Kirchs in die deutsche Medienlandschaft zu unterstützen. Derzeit führt der 82-Jährige weiterhin Gespräche mit der Commerzbank für eine Bankbürgschaft. An dieser Sicherheitsforderung steht oder fällt Kirchs Rückkehr in die Branche: Der Deal mit der DFL, wonach Kirch den Rechteverkauf übernehmen wird, kommt sonst nicht zustande. [lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

26 Kommentare im Forum

  1. AW: Zeitung: Deutsche Bank will Kirch auszahlen Es ist schon erstaunlich das einem Wirtschaftsverbrecher wie Kirch wieder auf die Beine geholfen wird.
  2. AW: Zeitung: Deutsche Bank will Kirch auszahlen Meldungen die die Welt nicht braucht. Die stammt schon von gestern Nachmittag und wurde von Kirch längst als "glatte Lüge" bezeichnet.
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