Zerbricht der MDR an seiner Reform?

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die geplante Reform des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) stößt nicht nur auf Gegenliebe. Vor allem Thüringen stört sich an den Plänen und erwägt gar einen Austritt aus der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioanstalt.

Um den Herausforderungen der digitalen Welt gewachsen zu sein, will Intendantin Karola Wille den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) neu aufstellen. Die geplante „Reform 2017“ steht jedoch vor allem in Thüringen in der Kritik. Die Landespolitiker gehen sogar so weit, mit Austritt aus dem öffentlich-rechtlichen Sender zu drohen, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) berichtet.

Dabei gehört das Bundesland gemeinsam mit Sachsen-Anhalt und Sachsen zu den Trägern des MDR. Und die Reform trifft Thüringen, wo 100 Mitarbeiter fest beim MDR angestellt sind, nur wenig. Streitpunkt ist vielmehr das geplante digitale Kinderradio, das künftig in Halle/Saale produziert werden soll. Angesichts des in Erfurt angesiedelten Kinderkanals Kika sähen die Thüringer das Radioprogramm in ihrem Bundesland besser aufgehoben.
 
Nun droht dem MDR eine Zerreißprobe, denn laut „MZ“ prüft die Landesregierung die Möglichkeit, aus der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt auszusteigen und das regionale Programm künftig vom Hessischen Rundfunk (HR) übertragen zu lassen. Wie MDR-Sprecher Walter Kehr in der „Bild“ erklärte, ist eine Kündigung des Staatsvertrages zwischen den drei Ländern jedoch frühesten zum 31. Dezember 2021 möglich. [buhl]

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26 Kommentare im Forum

  1. AW: Zerbricht der MDR an seiner Reform? Wohl eher an seiner Dummheit... MDR-Affären: Private Ermittler kassierten fast 7 Millionen Euro | Thüringer Allgemeine
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