ZVEI fordert früheren Beginn der HDTV-Ausstrahlung

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Frankfurt am Main – „Die Industrie hat ihre Hausaufgaben für die HD-Technologie gemacht. Nun ist es höchste Zeit, die Bildschirme zügig mit immer mehr attraktiven Inhalten zu füllen“, sagte der Vizepräsident des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Hans-Joachim Kamp.

In seiner Rede vor der Jahrestagung des Euroforums „Zukunft der Kabel-TV-Netze“ forderte Kamp, der gleichzeitig der Geschäftsführer von Philips Deutschland, Österreich und Schweiz ist, deswegen die öffentlich-rechtlichen Programmanbieter auf, ihren derzeitigen Zeitplan noch einmal zu überdenken. „Wir hätten den Einstieg von ARD und ZDF in die HDTV-Welt gerne zu einem früheren Zeitpunkt als zum derzeit diskutierten Jahr 2009 gesehen.“

HDTV sei die faszinierendste Innovation seit der Einführung des Farbfernsehens, der ZVEI-Vizepräsident den Zuhörern. „Die Geräte sind verfügbar, die Konsumenten sind hoch zufrieden, aber es fehlt an Programmangeboten.“ Den Erfolg von HD-Ausstrahlung würden derzeit die Pay-TV-Anbieter vormachen: „HDTV ist derzeit ein wesentlicher Umsatztreiber für Abo-TV-Anbieter. Er ist zudem das wichtigste Differenzierungsmerkmal für die Kabel- und Satellitenfernsehsender“, so Kamp.
 
Im Jahr 2006 waren über 70 Prozent aller verkauften Flachbild-Fernsehgeräte HDTV-tauglich, 2007 sollen nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU) weitere 3,5 Millionen HD-ready-Fernsehgeräte über die Ladentische gehen. Dazu wurden bis Ende 2006 rund 80 000 HDTV-Settop-Boxen verkauft, mit denen der Empfang von TV-Programmen im hochauflösenden Fernsehen möglich ist.

Bis zum Jahr 2010 soll sich die Verbreitung der HD-Medien in Deutschland weiter drastisch erhöhen. Dann sollen 14 Millionen HD-ready-Fernsehgeräte in den deutschen Wohnzimmern stehen, über ein Drittel dieser Geräte würden dann voraussichtlich bereits High-Definition-Bilder auf dem Schirm haben, sei dies nun von den vier Millionen verkauften HDTV-Settop-Boxen, den 3,3 Millionen HD-Disc-Player/-Recordern, den 0,7 Millionen Media-PC oder den 0,7 Millionen HD-Camcordern.
 
„Die Zeit ist reif für HDTV“, stellte Kamp abschließend fest. „Eine konzertierte Einführungsstrategie wird allen Beteiligten vom Gerätehersteller bis zum Contentanbieter nutzen – und zugleich auch den Konsumenten.“[lf]

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