ARD schmettert Forderung nach Radio-Quote ab

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Die Forderung von Musikmanagern nach einer 50-Prozent-Quote für hiesige Musiker im Radio hält die öffentlich-rechtliche ARD für nicht zielführend.

Der konkrete Vorschlag hätte „praktisch keine Wirkung“, teilte die ARD auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Die meisten Popwellen spielen ohnehin schon einen hohen Anteil deutschsprachiger oder in Deutschland produzierter Musik. Eine Erhöhung dieses Anteils käme nur einigen wenigen Künstlern zugute.“

Einnahmen aus dem Abspielen der Musik in den Radios und dem Streamen von Musikplattformen machten – bis auf wenige Spitzenstars – „auch vor Corona nur einen geringen Anteil an den Erträgen der meisten Künstler aus, die vor allem durch Live-Konzerte und Merchandise erzielt werden.“

Musikmanager hatten vor einigen Tagen in Coronavirus-Zeiten mehr Radiosendezeit für Künstler aus Deutschland gefordert. Konzerte seien die Haupteinnahmequelle gerade für Newcomer. Wegen der Krise falle das alles derzeit aus. Die Initiative tritt auch für die Forderung ein, die in Deutschland schon seit vielen Jahren immer wieder mal debattiert wird: 50 Prozent des Musikanteils in den Radioprogrammen sollte von in Deutschland, Österreich und Schweiz lebenden und arbeitenden Künstlern kommen.

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7 Kommentare im Forum

  1. Naja. Für das kleine Land, bzw. für die noch kleinere Deutschschweiz halte ich deren Musikszene schon für beachtlich. Vorallem blick ich mit Neid über die Grenze. Dort entstehen reihenweise Songs in Mundart - Geschmack hin oder her - jenseits des Klamauks. Schade, dass man hierzulande lieber im Einheitsbrei-Hochdeutsch singt, statt dass man den Mut hat, in seinem Dialekt zu singen. [MEDIA=youtube]jE1MTMfK94o[/MEDIA] [MEDIA=youtube]P9IIllq3m4Y[/MEDIA] [MEDIA=youtube]C8Xv7MKigYo[/MEDIA]
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