ARD-Zukunftsdialog: Sender startet Online-Diskussionsrunde

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© ARD
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Ab Mai stellt sich die ARD zufällig ausgewählten Menschen in einer Diskussion über die Zukunft der ARD. Man erhofft sich von dem sogenannten ARD-Zukunftsdialog Impulse, die zurück in den Sender wirken sollen.

Die Debatte um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland ist bereits seit einigen Jahren in vollem Gange. Anfeindungen, Vorwürfe zu vermeintlich fehlender Objektivität und auch Geschrei mit dem Vorwurf Propaganda für „die da oben“ zu machen, sickern gefühlt vermehrt in den gesellschaftlichen Diskurs darüber ein, was die Aufgabe und wo der Platz der Öffentlich-Rechtlichen sei.

Als ein dem Selbstverständnis nach den Menschen in Deutschland verpflichteter Sender wollen die Verantwortlichen bei der ARD nun „auch diejenigen zu Wort kommen lassen, für die wir das Programm machen: die Bürgerinnen und Bürger“, so WDR-Intendant Tom Buhrow. Man sei aufrichtig daran interessiert, von den Menschen im Land zu erfahren, wie diese die ARD in Zukunft sehen. Das Mittel dazu nun soll der ARD-Zukunftsdialog sein. Dazu werde man zu Anfang für eine digitale Runde 200 „Losbürger*innen“ auswählen, die an einem Workshop-Tag mitdiskutieren dürfen. Ergebnisse aus dieser Runde wolle man dann als Grundlage für eine vom 31. Mai an für vier Wochen geöffnete Onlineplattform zur Diskussion nutzen.

Im Rahmen dieses ARD-Zukunftdialoges sollen dann Erkenntnisse zurück in die ARD fließen und dort weiter diskutiert werden. Man wolle außerdem einen Abschlussbericht veröffentlichen. Konkreter wird es bislang nicht. Von daher kann man sich durchaus Gedanken drüber machen, was genau die Wirkung dieses Zukunftdialoges sein soll: ob es zu organisatorischen Änderungen führen wird oder ob es Programmänderungen geben wird, die es ohne eine solche doppelte Onlinerunde nicht gäbe.

Möglicherweise wird man sich aber auch in einer ausufernden Online-Diskussion hauptsächlich darum bemühen müssen, dass der Ton der Beiträge nicht kippt.

Bildquelle:

  • Logo_ARD: © ARD

8 Kommentare im Forum

  1. Das ist doch wieder ein Alibi-Feigenblatt, ändern wird sich nichts. Kürzlich gab es doch schon die Initiative "Mein Fernsehen", waren die Ergebnisse nicht im Sinne des ÖRR, so dass man plakativ neues Feedback einholen muss?
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