Thorsten Schmiege wird neuer BLM-Chef: „Mehr Kooperation, weniger Konfrontation“

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© Gabi Hartmann/BLM
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Neuer Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) wird der derzeitige Geschäftsführer Thorsten Schmiege.

Der 46-jährige Jurist ist am Donnerstag in München vom Medienrat der BLM erwartungsgemäß mit großer Mehrheit gewählt worden. Der BLM-Chef ist der Aufseher über die privaten Radio- und TV-Sender im Freistaat.

Schmiege tritt zum Herbst die Nachfolge von Siegfried Schneider an. Der 64-jährige Schneider hatte vergangenes Jahr bekanntgeben, sich nicht um eine dritte Amtszeit zu bewerben. Er steht seit 2011 an der BLM-Spitze.

Im Wettbewerb zwischen Privatsendern und dem öffentlich-rechtlichen Bayerischen Rundfunk sprach sich Schmiege für mehr Zusammenarbeit aus: „Mein Ansatz ist mehr Kooperation und weniger Konfrontation“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Denkbar sei dies in Rechercheteams, in der Aus- und Fortbildung sowie bei einer von den US-Internetriesen unabhängigen Inhalteplattform.

Schmiege kommt wie sein Vorgänger aus der bayerischen Staatskanzlei und wechselte vor rund eineinhalb Jahren zur BLM. Der Präsident wird für jeweils fünf Jahre vom Medienrat gewählt, dem Aufsichtsgremium der BLM. Die 50 Mitglieder vertreten Parteien und andere gesellschaftlich relevante Gruppen in Bayern.

Eine öffentliche Ausschreibung des Spitzenamtes gab es nicht. Das Vorschlagsrecht liegt allein bei den Medienräten. Sie hatten sich vorab auf Schmiege als einzigen Kandidaten verständigt.

Die BLM genehmigt und beaufsichtigt die privaten Hörfunk- und Fernsehangebote in Bayern, zunehmend gehören auch Inhalte im Internet dazu. Sie ist eine von bundesweit 14 Anstalten. Finanziert wird sie vor allem durch Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag, zudem vergibt sie öffentliche Fördermittel.

Bildquelle:

  • DrSchmiege-BLM: © Gabi Hartmann/BLM

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