Neues aus dem Testlabor: Gleiche Pegel für alle

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Als Hersteller, Leser und Redakteur erwartet man von einem Test faire Bedingungen und für alle Teilnehmer gleiche Voraussetzungen. Wir zeigen, wie wir dies bei D/A-Wandlern realisieren.

Bei jedem Wettbewerb, egal ob sportlicher, wirtschaftlicher oder technischer Natur, ist es eine Grundvoraussetzung, allen Teilnehmern die gleichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies betrifft nicht nur aktuelle Tests, sondern erfolgt zum Zwecke der Vergleichbarkeit bei uns Ausgaben übergreifend. Dafür haben wir standardisierte Bedingungen geschaffen, die einheitliche Testprotokolle, ausführliche Testkriterien und eine identische Wiedergabekette gewährleisten.
 
Die Erfahrung und das akustische Gedächtnis des Testredakteurs spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle, um die gesammelten Eindrücke objektiv miteinander zu vergleichen. Aber auch bei einer klanglichen Gegenüberstellung im gleichen Testzeitraum gilt es, einige grundlegende Spielregeln zu beachten.
 
Aktuelle Digitalgeräte werden immer wieder mit den gleichen Chipsätzen verbaut und die analogen Ausgangsstufen ähneln sich häufig immer mehr. Gravierende Klangunterschiede sind dabei teilweise schwer auszumachen und die Kontraste liegen mitunter nur noch im Detail – können aber für Ihre Wiedergabekette zu Hause entscheidend sein.
 
Gleiche Bedingungen für D/A-Wandler heißt in diesem Fall gleiche Pegel für alle. Neben dem obligatorischen Aufbau desselben Vorverstärkers, derselben Lautsprecher und dem Verwenden identischer Kabel, müssen die Ausgangsspannungen der einzelnen Geräte aufeinander abgestimmt werden.

Idealerweise wird den D/A-Wandlern die Testmusik über einen digitalen Signalverteiler zugespielt, der auf mehreren Instanzen parallel ein identisches Signal ausgibt. Anschließend schicken wir die von digital nach analog gewandelten Signale in einen Verstärker mit trimmbaren Eingängen, die intern über Festwiderstände geschaltet werden.
 
Mit einem Schalldruckpegelmessgerät werden die den Wandlern zuvor zugespielten Rausch- und Sinus-Sweep-Signale nach C-Bewertung erfasst und individuell auf identische Pegelverhältnisse gebracht. Diese Option bietet beispielsweise NADs Stereovollverstärker, aus der Master-Serie, M3e (vgl. AUDIO TEST 1/2012), dessen Eingänge sich in 0,5-Dezibel-Schritten genau anpassen und abspeichern lassen.
 
Mit solch einem Versuchsaufbau werden faire Bedingungen während des Hörtests geschaffen, der jederzeit reproduzierbar ist und für zukünftige Tests die Vergleichbarkeit garantiert. Unterstützend dazu dient uns unser Messpark von Rhode und Schwarz, Audio Precision und Tektronix, die gesammelten Höreindrücke messtechnisch zu überprüfen und den Datenblättern der Hersteller auf den Grund zu gehen. Auch dabei gilt: gleiche Bedingungen für alle! 
 
 
In der neuen AUDIO TEST 05/2012 warten viele weitere Themen auf Sie. Natürlich ist das Heft auch in unserem Online-Shop erhältlich. Hier können Sie auch ein Abonnement abschließen, um das Heft immer pünktlich in Ihrem Briefkasten vorzufinden.

 
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[Torsten Pless]

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