„Artemis“-Mission: Nächster Start geplatzt

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Artemis 1
Bildquelle: NASA/ Foto: Steve Seipel
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Das „Artemis“-Programm der Nasa, mit dem die US-Raumfahrtbehörde zurück zum Mond will, hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Nun kommt ein heranziehender Sturm dem geplanten Testflug einer unbemannten Rakete in die Quere.

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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen für Dienstag anvisierten Startversuch für die problemgeplagte Mondmission „Artemis“ aus Wettergründen abgesagt. Als Grund nannte die Nasa in einer Mitteilung am Samstag (Ortszeit) einen heranziehenden Tropensturm, der sich auf den US-Bundesstaat Florida zubewegt, wo sich der Weltraumbahnhof Cape Canaveral befindet.

Statt weiter an dem Startversuch zu arbeiten, wollten die Nasa-Fachleute Vorbereitungen treffen, um die Rakete mit der „Orion“-Kapsel an der Spitze von der Startplattform möglicherweise zurück in den Hangar zu fahren, teilte die Nasa mit. Man verfolge die Wettervorhersage genau, erklärte die Behörde am Sonntagvormittag (Ortszeit). Die endgültige Entscheidung über den Verbleib am Launchpad oder die Rückführung in den Hangar sollte in der Nacht zum Montag getroffen werden.

Man gehe Schritt für Schritt vor: Einerseits gelte es, die eigenen Angestellten und die Ausrüstung zu schützen. Andererseits wolle man sich die Möglichkeit eines weiteren Versuchs im derzeitigen Startfenster – das sich laut Nasa am 4. Oktober schließt – offenhalten, falls die Wettervorhersagen doch noch günstiger werden. Der 2. Oktober wurde als möglicher Starttermin genannt. Ein weiteres Planungszeitfenster sieht einen Start der unbemannten Rakete zwischen dem 17. und 31. Oktober vor.

Bei einem Tanktest am vorigen Mittwoch war erneut ein Leck aufgetreten. Trotzdem seien der Test wie geplant abgeschlossen und alle Ziele erreicht worden, hieß es von der Nasa. Vor rund drei Wochen waren zwei Startversuche fehlgeschlagen – unter anderem wegen eines undichten Tankschlauchs. Auch bei früheren „Artemis“-Tests waren schon Probleme aufgetreten, die schließlich eine erste wesentliche Verzögerung des Projekts zur Folge hatten.

Es geht zwar nun zunächst um einen unbemannten Testflug zum Mond, mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten Programm sollen aber eigentlich in wenigen Jahren wieder US-Astronauten auf dem Erdtrabanten landen.

Bildquelle:

  • df-artemis-1: Nasa
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3 Kommentare im Forum

  1. völlig richtig so. Da würd ich auch kein unnötiges Risiko eingehn. Der Mond haut nicht ab
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