Besatzung an chinesischer Raumstation eingetroffen

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Nach seinem Start ins All hat das chinesische Raumschiff „Shenzhou 12“ mit drei Astronauten an Bord erfolgreich an das Kernmodul der im Bau befindlichen chinesischen Raumstation angedockt.

Wie das chinesische Raumfahrtprogramm am Donnerstag mitteilte, war es ein automatisiertes Andockmanöver mit „Tianhe“ (Himmlische Harmonie). An dem Raummodul ist auf der anderen Seite gegenwärtig auch noch das Cargoschiff „Tianzhou 2“ (Himmlisches Schiff) angeschlossen.

Die Astronauten an Bord von „Shenzhou 12“ (Magisches Schiff) waren zuvor reibungslos vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi gestartet. Es ist die erste bemannte chinesische Mission seit fünf Jahren. Während ihres Aufenthalts im All sollen die Astronauten, die vom 56 Jahre alten Kommandanten Nie Haisheng angeführt werden, Arbeiten an der Raumstation ausführen, wichtige Funktionen des Kernmoduls testen und zudem wissenschaftliche Experimente machen.

Bleibt die Crew wie geplant drei Monate lang an Bord, wäre es der bislang längste Aufenthalt chinesischer Astronauten im All. 2016 hatten zwei Chinesen einen Monat im Weltraum verbracht.

Das Kernmodul „Tianhe“ ist der erste Teil der Raumstation, an die noch zwei weitere Module angeschlossen werden sollen. Die Raumstation wird „Tiangong“ (Himmelspalast) heißen und soll bis Ende 2022 fertiggestellt werden. Wenn die internationale Raumstation ISS in den nächsten Jahren wie geplant außer Betrieb geht, wäre China das einzige Land, das noch einen ständigen Außenposten im All betreibt.

Lesen Sie auch den DIGITAL FERNSEHEN-Artikel „50 Jahre Raumstationen: Von Saljut und Skylab bis Tiangong“ aus dem April.

1 Kommentare im Forum

  1. Die Menschheit ist schon bekloppt. Anstatt an einem Strang zu ziehen bei solchen Dingen und gemeinsam, mit mehr Geld und mehr Knowhow, mehr zu erreichen, machen Sie Ihr eigenes Süppchen. Dämliche Menschheit.
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