Europas Raumfahrt stellt Weichen für die Zukunft

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Bild: © jim - Fotolia.com
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Wie geht es mit der Weltraumforschung weiter, welche Trägerraketen sollen Europa den Zugang zum Weltall sichern? Die Fachminister der europäischen Raumfahrt müssen in Zeiten knapper Kassen entscheiden.

Die europäische Raumfahrt muss in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Weichen für die nähere Zukunft stellen. Die 20 Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) haben am Dienstag in Neapel auf einer Ratstagung mit der Debatte strittiger Fragen begonnen. Dabei geht es vor allem um die Weiterentwicklung der europäischen Ariane-Trägerrakete und um die künftige Beteiligung an der Internationen Weltraumstation ISS.

Wissenschaftliche Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Entwicklung der Dienstleistungen – etwa hinsichtlich der Wetter- und Navigationssatelliten – sind Schwerpunkte der Beratungen in der süditalienischen Metropole.
 
Bei der Trägerrakete, die Europas Zugang zum Weltraum sichert, stehen die Minister vor einer wichtigen Zukunftsentscheidung. Es geht darum, entweder auf die derzeitige Ariane 5 eine Ariane 6 folgen zu lassen oder erst die begonnene Weiterentwicklung einer Ariane 5-Me fortzuführen. Die deutsche Seite befürwortet die Fortentwicklung.
 
Im Vorfeld des Ministertreffens hatten ESA-Verantwortliche die Erwartung geäußert, dass die Weltraumorganisation wahrscheinlich in etwa die zehn Milliarden Euro für die drei Schwerpunktbereiche zugesichert bekommt wie bei der letzten Tagung im Jahr 2008. Die Rollen und Kompetenzen abzugrenzen, die die ESA und die Europäische Kommission im Weltraum haben, dürfte ebenfalls Thema in Neapel sein.
 
Nur Tage vor dem Ratstreffen hatte es in Medienberichten geheißen, die geplante europäische Mondmission stehe vor dem Aus. Auch die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DLR) geht davon aus, dass die notwendigen Mittel für die unbemannte Mission nicht zusammenkommen. [dpa]

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