NASA schickt Marsrover Curiosity zum Roten Planeten

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Bild: © jim - Fotolia.com
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Die NASA will am heutigen Samstag ihre neue Marssonde Curiosity auf den Weg ins All bringen. Dabei handelt es sich um die größte und technisch raffinierteste Sonde, die bisher für die Landung auf einem Planeten entwickelt wurde.

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Der etwa autogroße Rover soll sein Ziel im August 2012 erreichen und dann auf dem Marsboden knapp zwei Jahre nach Spuren von organischen Materialien suchen, den Grundzutaten für Leben. Dazu hat er zehn ausgeklügelte Instrumente an Bord, darunter ein Lasergerät, eine Videokamera und ein Röntgen-Spektrometer an der Spitze eines dreigliedrigen Roboterarmes. Curiosity (Neugier) soll mit einer Atlas-Rakete auf den Weg geschickt werden. Der Start in Cape Canaveral (Florida) ist für 16.02 Uhr mitteleuropäischer Zeit geplant.

„Curiosity“ ist etwa so groß wie ein Geländewagen und soll im August 2012 auf dem Mars landen, um dort zwei Jahre lang nach organischen Materialien zu suchen – den Grundzutaten für Leben. „Es ist kein Rover, wie man ihn bisher kannte“, erläuterte Doug McCuistion, Direktor des Marsprogrammes der NASA. „Curiosity“ sei das komplexeste von Menschenhand geschaffene Objekt, das jemals auf der Oberfläche eines anderen Planeten platziert wurde.

Der Wissenschaftler bezog sich dabei auf die Fülle ausgeklügelter Instrumente, mit denen die Sonde auf Rädern ausgerüstet ist. Dazu gehören ein Bohrer zur Erforschung von Gesteinsschichten, ein Strahlungsmessgerät und ein Laser, der die chemische Zusammensetzung des Marsbodens in einem Radius von rund sechs Metern erfassen kann.
 
Geplanter Landeplatz auf dem Planeten ist der Gale-Krater, ein Schlund mit einem Durchmesser von 154 Kilometern, von dessen Boden ein Berg fast 5000 Meter hoch aufragt. Am Fuße dieses Berges soll „Curiosity“ aufsetzen und zu seiner Erkundungstour aufbrechen.
 
Der Krater, benannt nach dem australischen Astronomen Walter Gale, bietet der NASA zufolge gleich aus mehreren Gründen die besten Voraussetzungen für eine Mission mit reicher wissenschaftlicher Ausbeute. Gesteinsformationen und Sedimente am Grund deuteten darauf hin, dass es hier einmal Wasser gegeben habe. Das wiederum eröffne die Möglichkeit, dass sich tief unter der Oberfläche noch lebende Mikroben befänden.
 
Aber erst einmal muss der Rover heil ankommen. Was schiefgehen kann, hat gerade Russland erfahren: Eine kürzlich gestartete Marsmond-Sonde schaffte es wegen eines Triebwerksproblems nicht aus dem Erdorbit und kreist seitdem nutzlos um unseren Planeten. NASA-Wissenschaftler McCuistion sagte, die US-Raumfahrtbehörde sei gern bereit zu helfen, sofern sie helfen könne, aber bisher habe Russland nicht um Unterstützung gebeten. [Gabriele Chwallek/ar]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: NASA schickt Marsrover Curiosity zum Roten Planeten Na hoffentlich hat die NASA mehr Glück als die Russen. Obwohl bei Curiosity wohl die Landung auf dem Mars das komplizierteste Stück Arbeit zu sein scheint. Von den tausend anderen Dingen, die bis dahin schief gehen können, mal abgesehen...
  2. AW: NASA schickt Marsrover Curiosity zum Roten Planeten ...irgendwie ergibt das plötzliche Ende des Mayakalenders Ende nächsten Jahres bzw. die Zeitrechnung diverser Naturvölker Sinn . August 2012 Landung auf dem Mars, Dezember 2012... Die Violetten kommen...
  3. AW: NASA schickt Marsrover Curiosity zum Roten Planeten Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Mich wird das auch nicht weiter tangieren. Mein Bunker ist schon lange fertig und vollkommen sicher vor allem was da kommen mag...
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