Raumfahrt aktuell: Äquinoktium, SpaceX und die Himmelsscheibe

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Cosmic Kiss Logo
© ESA
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Die erste Tourismus-Mission von SpaceX ist wieder sicher auf der Erde gelandet, beim nächsten Flug wird neben dem Astronauten Matthias Maurer auch die Himmelsscheibe von Nebra mit von der Partie sein.

Während der meteorologische Herbstanfang bereits am 1. September stattfand, beginnt der astronomische Herbst diese Woche am 22. September – genau genommen um 21.21 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Den Anfang des astronomischen Herbst markiert dabei ein sogenanntes Äquinoktium, sprich die Tagundnachtgleiche. An diesen zwei Zeitpunkten im Jahr sind Tag und Nacht jeweils etwa gleich lang. Während das eine Äquinoktium den astronomischen Frühlingsanfang markiert, beginnt am anderen nun der astronomische Herbst. Diese Punkte stellen die Schnittpunkte der Ekliptik und des Himmelsäquators dar und kommen zustande, weil die Rotationsachse der Erde nicht senkrecht auf der Ebene der Umlaufbahn der Erde um die Sonne steht.

Am letzten Donnerstag, den 16. September hob auch das dritte private Weltraumprojekt des Milliardärstrio Branson, Bezos und Musk von der Erde ab. Im Gegensatz zu den ersten beiden flog der Twitter-Influencer Elon Musk allerdings nicht mit seinem Raumschiff ins – oder nahe ans – All. An Bord des heute erfolgreich im Atlantik vor der Küste Floridas gelandeten „Crew Dragon“ von SpaceX befanden sich zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt keine Berufsastronauten an Bord. Die Bezahlung der „Inspiration4“ genannten Mission besorgte der Milliardär, Weltraumtourist und Gründer eines privaten Luftwaffenanbieters Jared Isaacman.

ESA-Mission „Cosmic Kiss“ in Vorbereitung

Der nächste Deutsche im All wird wohl Matthias Maurer werden, der planmäßig um den 31. Oktober mit einer „Crew Dragon“ Kapsel von SpaceX ins All und zur ISS starten soll. Die Mission des Saarländers nennt sich „Cosmic Kiss“ und das Logo der Mission referenziert optisch die „Himmelsscheibe von Nebra“. Neben Sonne und Mond findet sich so im Logo wie auch auf der Himmelsscheibe der als Plejaden gelesene Sternenhaufen.

Zu der Himmelsscheibe selbst zeigt das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle noch bis zum 9. Januar des nächsten Jahres eine aufwändige Sonderausstellung mit neuen Funden und Befunden sowie Leihgaben aus 14 Ländern.

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