Raumfahrt aktuell: Mars-Akustik und Tom-Cruise-Dreh auf der ISS

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Internationale Raumstation Nov 2021
Die Internationale Raumstation, gesehen von Bord des SpaceX Crew Dragon Endeavour am 8. November 2021 / Foto: NASA
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Forscher haben die Akustik auf dem Mars analysiert. Eine Studie gibt die Entdeckung eines Sterns bekannt, der bereits 900 Millionen Jahre nach dem „Big Bang“ existierte. Mit den ersten „Axiom“-Mission sollen regelmäßige Weltraumtourismus-Flüge zur ISS beginnen – inklusive Tom Cruise plus Filmcrew.

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In einer Studie, die in Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde, beschäftigt sich eine Gruppe um Hauptautor Sylvestre Maurice nach eigenen Angaben zum ersten Mal systematisch mit der Akustik auf dem Mars. Unter Zuhilfenahme von Daten der Mikrofone des „Perseverance“-Rovers analysierte die Gruppe die Geräusche, die durch den Betrieb des Rovers entstehen. Dazu zählen beispielsweise der Antrieb des Fahrzeugs beziehungsweise seiner mechanischen Teile wie auch das Geräusch seines Lasers. Im Vorfeld der Mars-Besuche entstanden bereits theoretische Modelle zur akustischen Umgebung auf dem Mars. Laut dem Abstract der Studie konnte bestätigt werden, dass die Geschwindigkeit des Schalls auf dem Mars von seiner Frequenz abhänge und insgesamt langsamer als auf der Erde sei. Auch sei der Schall nur über deutlich kürzere Distanzen überhaupt zu hören. Grund für die unterschiedliche Akustik ist die Mars-Atmosphäre und ihre Zusammensetzung. Die NASA hat passend dazu einige Soundbeispiele im Angebot.

Forscher untersuchen Mars-Akustik

Ebenfalls in der Fachzeitschrift „Nature“ wurde eine Studie veröffentlicht, in der von der Beobachtung eines Sterns berichtet wird, der eine kosmische Rotverschiebung von 6,2±0,1 aufweist. Die kosmische Rotverschiebung ist eine Möglichkeit im expandierenden Universum das Alter und die Entfernung eines Himmelskörpers zur Erde zu beschreiben. Vereinfacht vergrößert sich die Wellenlänge von Licht, wenn es sich durch eine sich vergrößernde Raumzeit bewegt. Durch den Grad der Rotverschiebung der Lichts, das von einem Himmelskörper zur Erde gelangte, lassen sich so also die Zeit und damit die Distanz bestimmen, die das Licht brauchte, um zur Erde zu gelangen.

Das Licht des nun entdeckten Sternes zeigt laut der veröffentlichten Studie einen einzelnen Himmelskörper 900 Millionen Jahre nach dem „Big Bang“. Das entspreche einer Entfernung von 12,9 Milliarden Lichtjahren von der Erde, was einen neuen Rekord darstelle. Ein sogenannter Gravitationslinseneffekt des Galaxienhaufens „WHL0137-08“ vergrößert das Objekt sehr stark. Dadurch war eine Beobachtung mit dem Hubble-Weltraumteleskop möglich. Weitere Daten zum „Earendel“ genannten Stern soll dann in der Zukunft das neue „James Webb“-Weltraumteleskop liefern.

Tom Cruise fliegt mit der Axiom 2 zur ISS

Der Start der „Axiom 1“-Mission, der für den 30.März vorgesehen war, wurde auf den 6. April verschoben. Die Mission stellt eine privatwirtschaftliche Mission zur ISS dar, durchgeführt durch SpaceX im Auftrag der Firma „Axiom Space“. An Bord der „Crew Dragon Endeavour“ starten neben dem von „Axiom Space“ bezahlten, erfahrenen Astronauten Michael López-Alegría drei Investoren, die sich acht Tage an Bord der Raumstation aufhalten sollen. Das Unternehmen „Axiom Space“ plant, in den folgenden Jahren an das „Harmony“-Modul der ISS ein eigenes Segment namens „Axiom Orbital Segment“ zu koppeln. So will das Unternehmen regelmäßige bezahlte Aufenthalte von Raumtouristen an Bord der Station ermöglichen. Gerüchten zufolge bestand die Möglichkeit, dass der Schauspieler Tom Cruise an Bord der „Axiom 1“-Mission für Filmdreharbeiten zur Internationalen Raumstation fliegen würde. Inzwischen wurde allerdings gemeldet, dass er mitsamt dem Regisseur Doug Liman an Bord der „Axiom 2“ ins All starten werde.

Das Unternehmen wird den Start der Mission am 6. April um 18.05 Uhr Mitteleuropäischer Zeit live streamen.

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Bildquelle:

  • ISS 081121: NASA
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