SpaceX plant VR-Livestream von Mond-Mission

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Bild: © jim - Fotolia.com
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Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk will das Publikum auf der Erde 2023 virtuell mit auf die SpaceX-Reise zum Mond nehmen – dafür sind nämlich schon alle Bordkarten ausverkauft.

Tech-Visionär Elon Musk macht in vergangener Zeit hauptsächlich über Kontroverse von sich Reden: Zuletzt verklagte ihn einer der Taucher vom thailändischen Höhlen-Drama wegen Beleidigung – Musk hatte ihn auf Twitter einen Pädpophilen genannt. Auch anderweitig wird es nicht still um den südafrikanischen Milliardär und Futuristen: Derzeit prüfen US-Behörden mögliche Ermittlungen aufgrund von Börsenmanipulation gegen Musk.

Nun lässt der exzentrische Unternehmer aber wieder mit einer seiner großen Ankündigungen aufhorchen: Das Erdenpublikum soll bei der Mondfahrt seines SpaceX-Projekts live zugeschaltet werden. Sämtliche Bordkarten sind nämlich bereits ausverkauft. Der japanische Milliardär Yuzaku Maezawa beabsichtigt, mit sieben weiteren Personen seiner Wahl zum Mond zu fliegen und hat sich deshalb sämtliche Tickets gesichert – zu einem bisher ungenannten Preis. Dabei will der Japaner nicht etwa mit seiner Familie oder Wissenschaftlern Musks „Big Falcon Rocket“ besteigen, sondern sieben Künstler auswählen und mit diesen zum einsamen Erdtrabanten reisen.Mission 2023: Ein Wettlauf mit der Zeit?

Für die auf der Erde zurückbleibenden Weltraum-Enthusiasten soll der Mond jedoch auch in greifbare Nähe rücken – die Echtzeit-Übertragung des Pionierflugs soll nämlich als Virtual-Reality-Programm gesendet werden. Hierbei soll wohl das SpaceX-eigene „Starlink“-Satellitensystem als Übetragungsweg dienen.

Mit dem Mammut-Projekt plant Elon Musk bereits seit geraumer Zeit, weltweit flächendeckende Breitband-Versorgung zu gewährleisten. Bis das allerdings umsetzbar ist, könnte es durchaus noch etwas dauern: Rechnungen zufolge bräuchte Musk zur Erfüllung seiner Pläne knapp 4.500 Satelliten in der Erdumlaufbahn. Insgesamt gibt es bisher lediglich rund 1.500 aktive und etwa 2.600 inaktive Satelliten im Orbit – mit einem geschätzten Budget von zehn Milliarden Dollar geht Elon Musk jedoch recht beherzt an das Projekt heran.

Ob bis zum Start der bemannten Mond-Mission 2023 die Möglichkeit der virtuellen Teilnahme am SpaceX-Weltraumausflug umsetzbar sein wird, darf in den kommenden Jahren gespannt verfolgt werden. [rs]

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