Sprungbrett ins All: Frankreichs südamerikanischer Raumbahnhof

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Bild: © jim - Fotolia.com
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Wenn Europa ins All will, führt der Weg nur über Kourou. Das französische Raumfahrtzentrum im Überseegebiet Französisch-Guyana gilt aufgrund idealer Bedingungen als Sprungbrett in den Weltraum.

Jupiter hat alle Fäden in der Hand. Der römische Chefgott und der nach ihm benannte Planet sind Namensgeber des verglasten Kontrollraums für Europas Sprungbrett ins All im Raumfahrtzentrum Kourou.
 
Das zum EM-Land Frankreich gehörende Überseegebiet Französisch-Guyana in Südamerika bietet europäischen Weltraumprojekten ideale Bedingungen: Start in wenig besiedeltem Gebiet, die kritische erste Flugphase über offenem Meer und alles nur wenige hundert Kilometer nördlich des Äquators – womit die Erdrotation den Raketen zusätzlich Schub verschafft und die Platzierung von geostationären Satelliten erleichtert wird.

Frankreich begann 1964 mit Arbeiten für den Weltraumbahnhof, vier Jahre später startete mit Véronique die erste Rakete. Der europäische Raketenbetreiber Arianespace schickt von dort die kleine Vega-Rakete, die russischen Sojus und das Flaggschiff Ariane ins All.
 
Jeder Raketentyp hat eine eigene Startrampe, der Bereich für die Sojus ist ausgelagert. Auf dem 750 Quadratkilometer großen Gelände mit seinen rund 50 Küstenkilometern wäre Platz genug etwa für New York City.
 
Die Raketen werden in etwa 90 Meter hohen Gebäuden zusammengesetzt und mit den jeweiligen Satelliten bestückt. Bei einer Ariane kann das schon mal zwei Wochen dauern. Zum fünf Kilometer entfernten Startbereich geht es dann auf Schienen – zusammen mit der Startplattform. [dpa/buhl]

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