Elektroindustrie fürchtet dauerhafte Schäden durch Corona

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Die Auswirkungen der Corona-Krise bekommt nun vermehrt auch die Elektroindustrie zu spüren. Zahlreiche Unternehmen befürchten, dass ihre Produktions- und Lieferketten dauerhaft geschädigt werden könnten.

Laut einer Umfrage des Zentralverbands für Elektrotechnik und Elektroindustrie gehen bei über der Hälfte aller teilnehmenden Firmen weniger Aufträge ein als vor der Pandemie. Bei den Unternehmen sei ein durchschnittlicher Umsatzrückgang von 14 Prozent zu erwarten. Die Verluste in absehbarer Zeit wieder aufzuholen, hält kaum einer der Befragten für realistisch.

Etwa drei Viertel der deutschen Elektrofirmen verzeichnen bereits jetzt leichte Störungen der Liefer- und Logistikketten. Bei einigen Unternehmen seien diese Ketten sogar stark gestört oder bereits abgerissen. Der Großteil der befragten Unternehmen befürchtet für die Zukunft Streichungen von Investitionen, falls die Wirtschaft zu spät wieder hochgefahren wird.

ZVEI-Präsident Michael Ziesemer kommentierte die Ergebnisse der Umfrage: „Wenn wir es nicht schaffen, schon bald den Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft stufenweise wieder aufzuheben, drohen erhebliche Konsequenzen für unsere Firmen“. Ziesemer kritisiert außerdem, dass die EU mit ihren Lösungen der Krise zu einzelstaatglich vorgegangen sei. Er fordert eine gemeinsame Arbeit der EU und ihrer Mitgliedsstaaten, um einen Wiederhochlauf der Wirtschaft koordinieren zu können.

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40 Kommentare im Forum

  1. Morgen kommt das dann von der Gastronomie als Beitrag das auch die fürchten das keiner mehr so schnell kommt (wenn sie bis dahin überhaupt noch da sind, war ja auch schon einen Beitrag "wert" unter Sky-Wirt: „In drei Monaten sind wir erledigt“ --- dem guten Mann kann man übrigens nur anraten mal seine Facebook-Seite zu überarbeiten, den dort fehlen gänzlich alle rechtlich notwendigen Hinweise wie z.B. das Impressum ... ) ? Und übermorgen dann die Floristien ? Mal ganz abgesehen das die Stukateure/Maler ..... sicher jetzt auch fürchten müssen über ihre Zukunft, oder ? Sicher aber auch die KFZ-Branche .. nicht nur das die Werke bei Mercdes, Audi, BMW etc. tlw still stehen und die Corona-Masken oder billige Atemgeräte - Deutsche Ingenieurskunst stößt an Grenzen - produzieren, sicher auch die KFZ-Werkstatt danach auch weil die Leute weniger Verschleiß haben werden weil sie einfach weniger Auto fahren und der weite Weg in den Sommer-Urlaub dieses Jahr für viele flach fällt. Weiter muss man es nicht fortsetzen, oder ?
  2. Ich weine der geldgierigen Branche keine Träne nach. Wie man es an der Börse auch zuweilen tut, hat sich die Branche auch hier eben massiv verspekuliert, als sie auf die Billigproduktion in Asien gesetzt hat. Mit Qualität und fairen Preisen wird man wieder nach vorne kommen. Ich hoffe nur, dass jetzt Dinge wie Billigstprodukte und geplante Obsoleszenz endlich vom Markt verschwinden. Und mit ihnen die überzogenen Gewinnerwartungen mancher Geldgeber, die doch ein Hauptgrund für den ganzen Quatsch sind.
  3. Was für eine unsinnige Schlagzeile Unsere elektrischen Geräte haben jedenfalls durch Corona noch keinen Schaden!
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