Elektroindustrie fürchtet dauerhafte Schäden durch Corona

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Die Auswirkungen der Corona-Krise bekommt nun vermehrt auch die Elektroindustrie zu spüren. Zahlreiche Unternehmen befürchten, dass ihre Produktions- und Lieferketten dauerhaft geschädigt werden könnten.

Laut einer Umfrage des Zentralverbands für Elektrotechnik und Elektroindustrie gehen bei über der Hälfte aller teilnehmenden Firmen weniger Aufträge ein als vor der Pandemie. Bei den Unternehmen sei ein durchschnittlicher Umsatzrückgang von 14 Prozent zu erwarten. Die Verluste in absehbarer Zeit wieder aufzuholen, hält kaum einer der Befragten für realistisch.

Etwa drei Viertel der deutschen Elektrofirmen verzeichnen bereits jetzt leichte Störungen der Liefer- und Logistikketten. Bei einigen Unternehmen seien diese Ketten sogar stark gestört oder bereits abgerissen. Der Großteil der befragten Unternehmen befürchtet für die Zukunft Streichungen von Investitionen, falls die Wirtschaft zu spät wieder hochgefahren wird.

ZVEI-Präsident Michael Ziesemer kommentierte die Ergebnisse der Umfrage: „Wenn wir es nicht schaffen, schon bald den Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft stufenweise wieder aufzuheben, drohen erhebliche Konsequenzen für unsere Firmen“. Ziesemer kritisiert außerdem, dass die EU mit ihren Lösungen der Krise zu einzelstaatglich vorgegangen sei. Er fordert eine gemeinsame Arbeit der EU und ihrer Mitgliedsstaaten, um einen Wiederhochlauf der Wirtschaft koordinieren zu können.

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