So funktionieren die Algorithmen hinter den Sportwetten-Apps

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Fußball, Stadion, Spieler; © Michael Stifter - stock.adobe.com
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Wenn man Bewertungsseiten wie sportwetten24.com ansieht, merkt man eines ganz deutlich: Wett-Apps sprießen aus dem Boden wie Pilze, und verblüffen mit immer mehr Leistung, einem immer breiterem Angebot, und vor Allem immer mehr Möglichkeiten zur Spontanität.

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Am liebsten wird hier auf den Ausgang einer Partie Fußball gewettet, doch die zunehmende Spezialisierung eröffnet neue Märkte im Wettengeschäft, sodass es mittlerweile über hundert Spezialwetten pro Spiel gibt, und ähnliches bei anderen Sportarten. Auch das Einzahlen und Auszahlen geht innerhalb von Sekunden über die Bühne, und Infomaterial sowie Beratung stehen 24/7 zur Seite. Das alles in einer App. Doch was passiert eigentlich im Hintergrund dieser Apps?

Der springende Punkt ist hierbei die Quote. Bei jedem Tipp, auf den man mit seinem gewünschten Einsatz wetten kann, bietet die App eine Quote. Die Quote ist das entscheidende Merkmal, das den möglichen Gewinn berechnet, denn Einsatz mal Quote ist gleich Gewinn. So entstehen in der Wettbranche 4 Billionen Dollar Umsatz im Jahr, oder rund einhundert Millionen Euro pro Bundesligapartie.

Um diese Quote zu berechnen werden Unmengen an Daten mit Algorithmen in Wahrscheinlichkeitsberechnungen analysiert. Teilweise mit Daten direkt von Schiedsrichterstühlen. In Echtzeit. 

Die Datananalysten ziehen unter anderem Folgendes in Betracht: aktuelle Form der Mannschaften, Verletzungen, Weltranglistenposition, Vergangene Spiele, Spielfeldbeschaffenheit, Wetterprognosen, eventuelle Reisestrapazen, und Ausfall eines Sportlers, aber auch Quoten der Wettbewerber und die Einsätze der Kunden.

Durch diese Berechnungen entstehen die Quoten der Wahrscheinlichkeit eines Gewinns einer Partie. Doch bevor die Quote im Wettschein des App-Nutzers landet, wird hiervon der Gewinn des Anbieters für seine umfangreiche Analyse abgezogen.

Interessant hierbei ist, dass die Kunden selber immer informierter werden, denn diese Informationen stehen durch das Internet auch ihnen zur Verfügung, und auch sie nutzen sie. So ist es nicht nur für Wettbüros, sondern auch für eifrige Wetter ein Dorn im Auge, wenn ein Spiel manipuliert wird. 

Um Manipulationen aufzudecken wird nicht nur das Internet, sondern sogar das Darknet durch IT-Spezialisten und ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern durchforstet. Durch den Vergleich der prognostizierten Ergebnisse bei Spielen mit hohen Wetteinsätzen und deren tatsächlichen Ergebnissen fand man bei rund fünfhundert Wettbewerben pro Jahr unwahrscheinlich hohe Differenzen. Bei vielen kam heraus, dass die Mafia Sportler, die in Not geraten sind, durch Geld für ein Spiel manipulieret hatten, und so ihr Geld wuschen. 

Die gute Nachricht ist, dass dies durch die strengen Regulierungen in Europa sehr schwierig ist, auch wenn die Mafia außerhalb Europas manchmal recht umerfreut auf die Aufdeckung ihrer Tätigkeiten reagiert.

Von Ex-Geheimdienstlern bis zu Datenanalysten: hinter den Wett-Apps steckt weit mehr als ein motivierter App-Entwickler.

Bildquelle:

  • Fussballer_Stadion: © Michael Stifter - stock.adobe.com
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4 Kommentare im Forum

  1. Wetten ist genauso ein Glücksspiel wie der "Einarmige Bandit". Viele sind halt der irrigen Meinung, in Sachen Sport, speziell Fußball, da irgendwas mit vermeintlichem Fachwissen ausgleichen zu können. Aber wenn das so einfach wäre, würden die Wettanbieter wohl kaum so hohe Gewinne machen.
  2. Auf deutsch: damit noch mehr Spielsüchtige angefixt werden können(n) Gilt natürlich nur für Schleswig Holstein.:coffee:
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