Studie: Deutsche bemängeln Privatsphäre bei Smart Speakern

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© Beyto

Jeder vierte Deutsche hat mindestens einen Smart Speaker daheim. Generell bescheinigen die Deutschen den Geräten Zukunftspotenzial. Doch es gibt auch Kritik.

Das Smart Home steuern, Fragen stellen oder den Alltag organisieren: Smart Speaker können das Leben einfacher und vor allem bequemer machen. Und so steht bei 25 Prozent der Deutschen mindestens ein solch smarter Haushaltshelfer im Haus – bei der Hälfte der Besitzer sogar mehrere. Das hat eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Digitalagentur Beyto ergeben. Neben der repräsentativen Online-Befragung wurde auch eine Gruppe technikaffiner Deutscher befragt.

Regelmäßige Alltagshelfer

Doch auch viele Personen, die keinen Smart Speaker besitzen, glauben, dass die Geräte sowie Sprachanwendungen in Zukunft eine wichtige Rolle im Alltag spielen. Die heutigen Besitzer von Smart Speakern nutzen diese jedenfalls intensiv: Fast 90 Prozent der Tech-Interessierten sogar täglich, bei der Gesamtbevölkerung tut dies fast die Hälfte.

Der favorisierte Hersteller ist Amazon, von dem mehr als drei Viertel der Besitzer mindestens ein Gerät haben. Damit hält sich der Marktführer auf demselben Wert wie in der Beyto Smart Speaker Studie vom letzten Jahr. Genau wie 2019 stehen die meisten Smart Speaker im Wohnzimmer (75 Prozent). Immer häufiger stehen die Geräte aber auch in der Küche (von 38 auf 52 Prozent) und im Bad (von 21 auf 34 Prozent). Auf Platz 3 liegt das Schlafzimmer (47 Prozent).

Imageproblem Privatsphäre

Das ist erstaunlich, denn die Smart Speaker haben trotz weiter Verbreitung ein Imageproblem: Die Mehrheit aller Deutschen (59 Prozent) konstatiert, dass sie für die Privatsphäre ein größeres Risiko darstellen als andere technische Geräte – selbst die Hälfte der Besitzer von Smart Speakern denkt das. Die Sorge um Privatsphäre ist dann auch der Hauptgrund, weshalb sich Technikaffine keinen Smart Speaker zulegen. Knackpunkt sei, dass es an Informationen über die Nutzungsmöglichkeiten der Geräte fehle.

Genutzt werden die Smart Speaker vor allem zum Aktivieren von Streaming-Services, zur Smart-Home-Steuerung und zum Fragenstellen sowie zur Alltagsorganisation. Weniger Beachtung erfahren hingegen Optionen für Gaming und Shopping. Auch spezielle Voice-Apps wie Alexa Skills oder Google Actions werden seltener verwendet: Nur etwa die Hälfte aller Besitzer nutzt diese regelmäßig (also täglich oder wöchentlich). Fragt man nach den Gründen, spielt auch hier wieder der Mangel an Informationen die Hauptrolle: 52 Prozent der Technikaffinen bemängeln das.

Der komplette Report findet sich hier.

Bildquelle:

  • Beyto Smart Speaker Studie 2020_Informationsmagel Smart Speaker_web: beyto

36 Kommentare im Forum

  1. Der Überschrift fehlt wohl ein Wort "[SIZE=6]Deutsche bemängeln Privatsphäre bei Smart Speakern[/SIZE]" Wollen die Deutschen dass auch das letzte bisschen Privatsphäre verschwindet? "[SIZE=6]Deutsche bemängeln fehlende Privatsphäre bei Smart Speakern[/SIZE]" würde doch besser passen, oder
  2. Immer wieder faszinierend solche Studien. Smartspeaker sind heute mehr als nur Alexa, Siri und dieser google Speaker. Dass Handys auch solche sein können, und obendrein wegen der Cams auch noch visual Spyware sind, wird in diesen Studien immer nur vereinzelt behandelt, nicht aber im Gesamtwesen betrachtet. Wenn ich die »Anomalien meines Handys« so beobachte, sind Echo Dot & Co im Verhältnis zu Handys die Bild & Ton übertragen können vernachlässigbar.
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