Telekom und Vodafone starten 5G-Offensive

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© Vodafone

Die Telekom und Vodafone gehen beide große Schritte im 5G-Ausbau. Besonders eine neue Technologie soll helfen, in der Stadt und auch auf dem Land ein schnelleres und besseres Netz zu ermöglichen.

Die Telekom steckt sich große Ziele: Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung soll im Laufe des Jahres von 5G profitieren können. Damit will das Bonner Telekommunikations-Unternehmen seine Spitzenposition bei der 5G-Abdeckung weiter ausbauen. Aber auch Vodafone treibt den 5G-Ausbau weiter voran.

Durch ein technisches Upgrade auf G5 für bereits vorhandene Antennen im Netz soll dieser schnelle Rollout der Telekom möglich gemacht werden. Derzeit soll die Technik in ersten Testfeldern wie in der Nähe von Wittlich in Rheinland-Pfalz, erprobt werden. Der weitere Ausbau soll in den kommenden Wochen starten.

„Wir haben Großes vor mit 5G und bringen den neusten Mobilfunk-Standard noch dieses Jahr in weite Teile Deutschlands“, so Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. „Ich freue mich, dass das Netz für unsere Kunden damit noch besser wird. Die Vorbereitungen im Netz laufen auf vollen Touren, damit möglichst viele Menschen die neue Technologie schnell bekommen. In der Stadt und auf dem Land.“

Mit dieser neuen 5G-Variante soll parallel zu aktiven Antennen die vorhandene passive Antennentechnik optimal für Zukunftstechnologien wiederverwendet werden. Darüber hinaus soll eine Technologie umgesetzt werden, die den parallelen Betrieb von zwei Mobilfunk-Standards, LTE und 5G, in einem Frequenzband ermöglicht: Dynamic Spectrum Sharing (DSS), das die Telekom in ihrem kommerziellen Netz einsetzt. Die knappen vorhandenen Frequenzen sollen so besser ausgelastet und das Netz wesentlich effizienter werden.

Und auch Vodafone nutzt DSS für sich: „Wir bringen 5G in die Fläche – und zugleich noch besseres 4G. Mit einem Netz, das weit ins Land und tief in die Häuser hinein funkt. Einer Technologie, die mit einer Antenne zwei Mobilfunk-Generationen auf einmal bedient. Und das für Millionen Menschen schon in diesem Jahr“, so Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. „Damit bauen wir das Netz fürs vernetzte Fahren, für noch mehr Empfang im Home Office und für endlich mehr Geschwindigkeit auch auf dem Land. So schaffen wir den richtigen Mix zwischen Bandbreite und Reichweite für Deutschland.“

Vodafone konzentriere sich außerdem vor allem auf den Ausbau von 5G in der Fläche. Als erster Telekommunikationskonzern soll Vodafone 5G auf den reichweitenstarken 700 Megahertz-Frequenzen aktivieren. Der Vorteil: Sie sollen besonders weit ins Land und besonders tief in die Häuser hinein funken. So soll 5G dorthin kommen, wo Netz zuvor nur ganz schwach oder gar nicht verfügbar war, auch auf dem Land.

Ein Antennen-Wald soll dabei nicht entstehen: Eine 700 Megahertz-Mobilfunkstation versorge eine Fläche von etwa 20 Quadratkilometern mit 5G. Das sei fünf Mal mehr als die Fläche, die eine 3,5 Gigahertz-Mobilfunkstation mit 5G versorgen kann. Schon in diesem Geschäftsjahr will Vodafone über die 700 Megahertz-Frequenzen mehr als 8.000 Antennen an 2.800 Standorten für 5G freischalten und das schnelle Netz so auf eine Fläche von mehr als 60.000 Quadratkilometern bringen.

Der Digitalisierungskonzern will 5G so noch in diesem Jahr für deutlich mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland alltäglich machen – mit minimalen Latenzzeiten und bis zu fünf Mal besserem Empfang in Häusern. Dank der neuen Antennen-Technologie DSS sollen vom Mobilfunk-Ausbau erstmals gleichzeitig Kunden mit 5G-Smartphones ebenso wie Kunden mit herkömmlichen LTE-Smartphones profitieren.

Der Startschuss bei Vodafone fiel gestern in Berge (Meschede) im Hochsauerland gemeinsam mit dem Technologie-Partner Ericsson. Bislang soll LTE hier teilweise noch gar nicht oder nur mit wenigen Megabit pro Sekunde verfügbar gewesen sein. Zuhause hätten viele Anwohner nur mit langsamen DSL-Leitungen surfen können. Zeitgleich soll Vodafone das reichweitenstarke 5G-Netz im Hochsauerlandkreis auch in Brilon, Olsberg, Bad Wünnenberg und Bad Fredeburg aktiviert haben. In Baden-Württemberg funke das Netz jetzt in Ulm, Blaustein, Buch und Heroldstatt; in Brandenburg ab jetzt in Müncheberg.

Und bei der Telekom? Zum Jahresende sollen Kunden in allen Bundesländern breiten Zugriff auf das 5G-Netz der Telekom haben. Und dies nicht nur in dicht besiedelten Städten, sondern auch in ländlichen Gebieten. Zusätzlich habe die Telekom 5G-Highspeed-Antennen in acht Städten im Einsatz. Auch dieses Ausbauprogramm soll parallel weiter laufen.

Für die schnelle und erfolgreiche Einführung von 5G hat die Telekom bereits 2018 ein Acht-Punkte-Programm vorgelegt. Darin kündigte das Unternehmen eine Abdeckung mit 5G für 99 Prozent der Bevölkerung bis zum Jahr 2025 an. Bis 2025 sollen 90 Prozent der bundesdeutschen Fläche mit 5G versorgt sein.

„Mit der jetzigen Ausbau-Offensive machen wir einen großen Schritt in diese Richtung“, so Walter Goldenits, Technikchef der Telekom in Deutschland. „LTE und 5G – beide Technologien legen zu. Während das 5G Netz weiter wächst, wird auch LTE nochmal stärker.“ Bereits heute surfen 98,1 Prozent der Bevölkerung mit LTE und Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s.

Möglich mache den Schub im Mobilfunk der variable Einsatz von Mobilfunk-Frequenzen sowie von neuen, innovativen Technologien. Die Telekom will künftig 5 Megahertz (MHz) aus ihrem bisherigen 3G-Spektrum im 2,1 Gigahertz-Band für LTE und 5G nutzen. Spätestens mit Jahresende will die Telekom das genutzte Spektrum verdreifachen. So sollen noch mehr Kunden schon in diesem Jahr von Surfgeschwindigkeiten auf LTE- und 5G-Niveau profitieren, da gerade auf der niedrigeren 2,1 GHz-Frequenz die Reichweiten der 5G-Antennen deutlich höher seien.

5G Tarife kann man bereits seit knapp einem Jahr bei der Telekom buchen. Auch das Geräteportfolio für 5G soll nach und nach erweitert werden. Im Sommer sollen dann die ersten Geräte kommen, die die neuen Technologien abbilden können.

Vodafone hingegen stellt schon jetzt einige 5G-Smartphones vor: Das Huawei P40 Pro. Und auch das neue Flaggschiff von Oppo Find X2 Pro können Vodafone-Kunden ab dem 20. Mai bestellen – erstmals in Deutschland. Ebenfalls neu: Das Mi 10 von Xiaomi. Im Mai soll mit dem Modell Mi 10 Lite ein weiteres 5G-Smartphone folgen, welches bei Vodafone für weniger als 400 Euro erhältlich sein soll.

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  • vodafone5g: Vodafone

3 Kommentare im Forum

  1. Oh. Haben die gar nichts gelernt? Haben die nicht verstanden, dass 5G die Ausbreitung des Corona-Virus fördert ?! In den USA rufen viele gut informierte Aktivisten jetzt schon zur Sprengung von 5G Sendemasten auf. Wann erwarten wir auch in Deutschland eine Welle der Gewalt gegen die (geplante) 5G Infrastruktur? Soweit mir bekannt ist, gehört Wuhan in China zu den ersten Städten, wo 5G gut ausgebaut wurde. Dort ist das Corona-Virus ausgebrochen, freigesetzt worden und / oder aus einem Hochsicherheitslabor entwichen. Da drängt es sich doch auf, dass es einen Zusammenhang zwischen 5G und der Pandemie geben muss. Obwohl ich ein Stammleser von AboveTopSecret.com - Conspiracy Theories, UFOs, Paranormal, Politcs, and other bin, muss ich zugeben, dass ich dem krausen Zeug, dass die dort über 5G schreiben, nicht folgen konnte. Und das liegt nicht an meinen fehlenden Sprachkenntnissen, sondern eher an der fehlenden wissenschaftlichen Qualifikation der Schreiberlinge. Aber totzukriegen ist diese 5G-Theorie jetzt nicht mehr. Dafür ist das Virus zu mächtig.
  2. Sicher werden sie auch gefördert von der Gates-Stiftung, immerhin haben die ja schon das Heilmittel verfügbar und wollen das irgendwann gewinnbringend an den Mann bringen (immerhin haben die ja auch das Virus verbreitet wie man oft liest ...) -- ACHTUNG ! Satire/Fake/Scherz, nichts davon ist Ernst gemeint oder begründet (nachweislich - und auch das ist wieder SATIRE/FAKE/SCHERZ).
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