Amazon & Co.: Illegale Importe gefährden Umwelt und Verbraucher

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Die Umweltverbände Deutsche Umwelthilfe (DUH), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU), Germanwatch und Deutscher Naturschutzring (DNR) haben sich an die Bundesregierung mit der Forderung gewandt, illegale Importe von Elektrogeräten zu stoppen.

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Der Online-Handel boomt und mit ihm der illegale Verkauf von Elektrogeräten. Über Internetshops wie Amazon und Ebay werden mittlerweile jedes Jahr mehr als 460.000 Tonnen Elektrogeräte in Europa illegal in Verkehr gebracht.

Einige Händler registrieren sich nicht ordnungsgemäß und umgehen damit der Zahlung von Entsorgungskosten und erhöhen so die Preise für Kunden von Unternehmen, die sich an die gesetzlichen Vorschriften halten.
 
Da diese nicht registrierten Händler keine Anschrift in Deutschland haben, können Verbraucher gegenüber den Verkäufern aus dem außereuropäischen Ausland bei Schäden keinen Schadensersatz durchsetzen.
 
Bei den angebotenen Elektrogeräten handelt es sich meist um Produkte mit niedriger Qualität und/oder erhöhten Schadstoffgehalten. Auch können die Akkus der Geräte sich entzünden oder durch Kurzschluss einen Brand verursachen. 
 
Doch solche illegalen Angebote können von vorneherein vermieden werden, indem die Verkaufsportale nur Angebote registrierter Hersteller zulassen und die Anschrift sowie die Registrierungsdaten auf der jeweiligen Produktseite anzeigen. Online-Verkaufsplattformen, die dennoch das Angebot illegal importierter Elektrogeräte tolerieren, sollten rechtlich an die Stelle des Inverkehrbringers treten.
 
Weil die Online-Plattformen keine Bereitschaft zeigen, das Problem zu lösen und offenkundig ihren Profit über den Schutz der Umwelt und Verbraucher stellen, fordern die Umweltverbände Deutsche Umwelthilfe (DUH), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU), Germanwatch und Deutscher Naturschutzring (DNR) Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesumweltministerin Svenja Schulze dazu auf, die kriminellen Aktivitäten gesetzlich zu stoppen.
 
„Legale und illegale Angebote von Elektrogeräten müssen klar zu unterscheiden sein. Deshalb fordern wir ein schnelles und entschiedenes Handeln der Bundesregierung“, heißt es in einem offenen Brief der Verbände.
 [jrk/tk]

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