Ausstieg: Sony verlässt LCD-Joint-Venture mit Samsung

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Ausstieg: Der japanische Elektrokonzern Sony verlässt gemeinsamen Unternehmen mit Samsung für LCD-Fernsehbildschirme. Grund sind die andauernden roten Zahlen in seiner TV-Sparte.

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Wie Samsung Electronics am Montag mitteilte, wird das bisherig Joint Venture S-LCD durch die Übernahme des fast 50-prozentigen Anteils von Sony vollständiges Tochterunternehmen des weltgrößten Herstellers von LCD-Fernsehern. Nach einem Abkommen beider Seiten kauft der südkoreanische Technologiekonzern seinen Joint-Venture-Partner für 1,08 Billionen Won (etwa 719,5 Millionen Euro) heraus. Die Transaktion soll bis Ende Januar über die Bühne gehen.
 
Beide Seiten hätten vereinbart, dass Samsung den japanischen Konzern künftig mit LCD-Panels beliefern werde, hieß es. Auch bei der Entwicklung der Technologie wollen beide weiter zusammenarbeiten.

Mit der Änderung ihrer Geschäftsbeziehungen hätten beide Unternehmen aufdie schwierigen Bedingungen im TV-Markt reagiert, hieß es. Sony wollesich eine „flexible und stetige Versorgung mit LCD-Panels von Samsungsichern, die auf Marktpreisen basiert“. Zugleich entlasse dieTransaktion den japanischen Konzern aus der Verantwortung und den Kostenfür den Betrieb einer Produktionsanlage. Samsung selbst erwartet einegrößere Effizienz bei der künftigen Panel-Produktion.
 
Anfang November hatte Sony mitgeteilt, dass der Konzern für das bis EndeMärz laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von 90 Milliarden Yen(rund 883 Mio Euro) rechne. Auslöser seien die schwache Nachfrage nachTV-Geräten in den USA und Westeuropa, der starke Yen und dieÜberschwemmungen in Thailand. Der Fernsehbereich solle wieder fitgemacht werden. Doch das kann Jahre dauern und viel Geld kosten. [dpa/js]

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