DF vor 100 Ausgaben: HDTV bei Premiere und DVB-T in der Kritik

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Einmal im Monat blicken wir zurück auf das, was zu Beginn des 21. Jahrhunderts passierte. In Ausgabe 2/2005 der DIGITAL FERNSEHEN beschäftigten wir uns unter anderem mit dem damals noch jungem HDTV sowie mit DVB-T.

Der einst größte Bezahlsender Premiere, heute bekannt unter dem Namen Sky Deutschland, sah HDTV bereits 2005 als „Initialzündung für den Markt“. Und der Pay-TV-Platzhirsch hatte damit, wie wir heute wissen, definitiv recht. Die Generalprobe bot Premiere schon am 1. Februar 2004, als im Berliner Sony Center das Finale um den amerikanischen Superbowl in HDTV-Qualität übertragen wurde. Wenig später wurde dann der Start von drei hochauflösenden Abo-Kanälen für den 1. November 2005 angekündigt. Geplant war ein Spielfilm-, ein Sport- sowie ein Dokumentationskanal.
 
Letztendlich wurden jedoch Ende 2005 nur zwei HDTV-Programme (Premiere HD und Discovery HD) verwirklicht. Premiere HD zeigte hauptsächlich Filme und Sportereignisse (zum Beispiel Fußball), nebenbei Serien. Der zweite Sender Discovery HD gewährt Einblicke in spannende Projekte und Naturschauspiele. Letzterer ist auch heute noch im Portfolio von Sky Deutschland enthalten.
 
Mittlerweile hat sich bei Deutschlands größtem Pay-TV-Anbieter in Sachen HDTV natürlich einiges getan. Sky Abonnenten können inzwischen mehr als 65 TV-Sender in hochauflösender Bildqualität inklusive eines 3D-Senders sehen.

Wirklich überall fernsehen?
 
Das digitale terrestrische Fernsehen befand sich 2005 noch in denKinderschuhen, dennoch wurden die Erwartungen des Handels übertroffen,sodass man von einem geglücktem Start sprechen konnte. Nichtsdestotrotzhat die DF auch einen Blick auf die Schattenseite von DVB-T gewagt undaufgezeigt, wo noch Optimierungsbedarf besteht. Beispielsweise wurdebefürchtet, dass DVB-T den Zuschauern in Ballungsräumen vorbehaltenbleibt und eine flächendeckende Versorgung nicht gewährleistet werdenkönnte. Dass diese Befürchtungen nicht unbegründet waren, zeigt dieGegenwart.
 
Als weiterer Nachteil wurde genannt, dass die Übertragung von HDTVvia DVB-T zwar technisch möglich sei, jedoch von niemandem als sinnvollbezeichnet wird. Wer heute auf hochauflösendes Fernsehen über DVB-Thofft, muss gezwungenermaßen auf eine Einführung des effizienterenNachfolgestandards DVB-T2 warten. Einen konkreten Starttermin gibt esdafür noch nicht.

XXL-Receivertest
 
Die Rubrik „Produkte/Kaufberatung“ war auch schon vor 100 DF-Ausgabenbereits ein wichtiger Bestandteil der Zeitschrift. In der Ausgabe2/2005 hat die Redaktion unter anderem ganze acht Alltagsreceiver, fitfür den digitalen Empfang von FTA-Sendern, unter die Lupe genommen.
 
Ein Blick auf die einzelnen Testgeräte zeigt, wie schnell sich dieTechnik innerhalb von wenigen Jahren weiterentwickelt. So sucht man beiden FTA-Receivern vergeblich nach USB, HDMI und Netzwerkschnittstelle.Heutzutage sind diese Anschlüsse hingegen ein Muss, selbst fürEinstiegsgeräte. Stattdessen ist jedes der heute mitunter veraltetenDigitalreceiver mit einer seriellen Schnittstelle ausgestattet, die manwiederum an kaum einem Empfänger, der jetzt auf den Markt kommt, mehrfindet.
 
 
In der Rubrik „DIGITAL FERNSEHEN vor 100 Ausgaben“ werfen wir an jedem ersten Donnerstag im Monat einen Blick in die früheren Tage der führenden Fachzeitschrift zum Thema Digital-TV. Ab sofort finden Leser die aktuelle DIGITAL FERNSEHEN 07/2013 druckfrisch am Kiosk. Das Heft ist natürlich auch in unserem Online-Shop sowie im Abonnement erhältlich.DIGITAL FERNSEHEN vor 100 Ausgaben
[Maria Hollwitz]

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2 Kommentare im Forum

  1. AW: DF vor 100 Ausgaben: HDTV bei Premiere und DVB-T in der Kritik Mit solchen "alten News" bewirkt man nur eines: Das Schüren einer neuen Diskussion in Form eines Streits zum Thema HDTV und / oder HD+.... Diese Philosophie verstehe ich nicht....
  2. AW: DF vor 100 Ausgaben: HDTV bei Premiere und DVB-T in der Kritik HDTV macht meist keinen spass es ist eine ergänzung zum normalen Fernsehprogramm weil es oft sehr eingeschränkt und teuer von werbefinanzierten Privatanbietern kommt wegen ein paar Pixeln mehr tut man sich das nicht an. Normale freie unverschlüsselte Programme ohne einschränkungen gibt es oft in Standardauflösung frankkl
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