Ein Heimkino in den eigenen vier Wänden einrichten

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Ein Heimkino in den eigenen vier Wänden bringt viele Vorteile mit sich. Allerdings muss bei der Einrichtung eines beachtet werden.

Ein ungenutzter Raum im heimischen Keller bietet sich geradezu an, um sich den lang gehegten Traum vom eigenen Kino zu erfüllen. Zugegebenermaßen kann das recht schwer sein und ist mit durchaus hohen Kosten verbunden. Gelingt das Projekt jedoch und ist das kleine Privatkino dann nach einer Planungs- und Renovierungszeit eingerichtet, ist dieser Raum eine Freude für die gesamte Familie. Für die Kinder ein schöner Film, für Papa Fußball und Mama kann George Clooney in „Emergency Room“ nun endlich auch im Großformat anhimmeln.
 
Wer sich an dieses Großprojekt heranwagt, braucht allerdings mehr als nur das passende Equipment. Auch in Sachen Einrichtung, Raumplanung und Gestaltung gibt es einiges zu beachten. Theoretisch ist es möglich, ein Heimkino in Räumen jeder Größe einzurichten. Wichtig ist es hier nur, das Equipment entsprechend auszuwählen und den Raum so auszunutzen, dass sowohl Bild- als auch Soundqualität den eigenen Ansprüchen gerecht werden.Der passende Beamer für das Heimkino

Dass es im eigenen Kino-Raum vor allem auf ein großes und scharfes Bild ankommt, liegt auf der Hand. Mit verwaschenen Konturen und zu schwachen Farben kann sich niemand lange am eigentlichen gewünschten Kinoerlebnis erfreuen. So stellt sich zunächst die Frage, ob in das Heimkino ein Fernseher oder ein Beamer einziehen soll. Jede der beiden Alternativen hat ihre Vor- und Nachteile, wobei die meisten Heimkinobesitzer auf einen Beamer setzen. So eignen sich Beamer besonders gut für Räume, in denen es keine natürlichen Lichtquellen gibt. Wird der Raum jedoch durch ein Fenster erhellt, so erreicht der Beamer nicht seine eigentliche Leistungsfähigkeit und das Bild ist nur schwer zu erkennen. Abhilfe in Räumen mit Fenstern bieten dann spezielle Verdunklungsfolien oder auch dicht abschließende Rollos, mit denen das Tageslicht „ausgesperrt“ werden kann.

Ein Nachteil des Beamers im Heimkino kann jedoch seine Lautstärke sein.Durch ihre Belüftung und die Elektronik können Beamer durchaus lautwerden und entsprechend stören. Wer sich für einen Beamer entscheidet,sollte sich zunächst über Produktbewertungen nach einem leisen Gerätumsehen. Auch die Auflösung, die der Beamer zu bieten hat, spielt eineRolle. Dabei gab es in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung.“Full HD ist nicht nur bei TVs Standard, sondern sollte auch von einemguten Beamer geboten werden. Günstige Modelle mit einer Auflösung von800x480 Pixeln sind nicht mehr zeitgemäß und sollten nicht unbedingtgewählt werden.“Vor- und Nachteile eines Beamers im Detail

Vorteile

  • Großes Bild mit Kino-Feeling
  • Platzsparend durch Aufhängung an der Decke oder an der Wand
  • Erweiterte Möglichkeiten durch 3D- oder Full-HD-Geräte
  • Im Ernstfall leicht zu transportieren

Nachteile

  • Weniger gut geeignet in hellen Räumen
  • Teilweise recht laut
  • Folgekosten für den Austausch der Lampen
  • Zusatzequipment notwendig

 
Ein Fernseher als alternative Lösung eignet sich auch für Räume, in denen Tageslicht zu finden ist. Aufgrund der Eigenbeleuchtung der Geräte ist das Bild auch am Tag gut sichtbar, sofern der Fernseher nicht direkt gegenüber eines Fensters aufgestellt oder -gehängt wird. Damit der Fernseher im Heimkino die passende Wirkung entfaltet, sollte ein Gerät mit einer Größe von mindestens 50 Zoll ausgewählt werden. Dennoch: Mit einem Fernseher alleine kommt oft nicht das richtige Kino-Gefühl auf.Möblierung und Sitzmöglichkeiten

Ein Heimkino ist zweifellos ein Ort, in den vor allem Männer gerne Zeit und Energie investieren. Selbstverständlich darf es dann nicht an der entsprechenden Raumgestaltung fehlen. Viele Heimkinobesitzer wünschen sich ein möglichst authentisches Kinogefühl und verzichten auf gewöhnliche Sofas oder Sessel als Sitzgelegenheit. Viel geeigneter und dementsprechend auch beliebter sind spezielle Kinosessel. Dabei stellt sich die Frage nach dem Stil des Raumes, an dem auch die Sessel optisch angepasst werden sollten. Wer es nostalgisch liebt, wird auf dem Kleinanzeigenmarkt sicherlich alte Bänke aus geschlossenen Kinos finden, die dann im eigenen Zuhause aufgestellt werden können. Etwas moderner sind die sogenannten Recliner-Sessel, zumeist aus Leder, die verstellt werden können und teilweise sogar eine Aussparung für Getränke oder Snacks aufweisen. Moderne Recliner gibt es auch in Zweier- oder Dreiergruppen, was erneut für ein verbessertes Kinogefühl sorgt.

Die Sitze sollten im Heimkino nicht allzu dicht an der Leinwand stehen. Eine Entfernung von mindestens zwei Metern ist für alle Beteiligten gut. Selbstverständlich jedoch hängt dies auch von der Größe der Leinwand ab. Je größer sie ist, desto angenehmer ist der Blick von einem etwas weiter entfernten Sitz.
 
Zusätzliche Einrichtungsgegenstände im Heimkino sollten in Form von Regalen vorhanden sein. Hier können Blu-rays oder DVDs leicht untergebracht werden. Mit einem Lowboard unterhalb der Leinwand bietet sich außerdem eine gute Möglichkeit, Konsolen und anderes technisches Equipment in Szene zu setzen.
 
In Sachen Beleuchtung lohnt sich im Heimkino die Investition in indirekte Beleuchtungsvarianten. Schmale Lichtleisten, möglicherweise auch farblich einstellbar, hinter Möbelstücken tauchen den Raum in ein sanftes Licht, das auch während dem Film eingeschaltet bleiben kann.Das passende Soundsystem

Der Sound in einem echten Kino ist unverwechselbar. Tiefe Bässe und ein klarer Klang sind dabei ein wichtiger Teil des gesamten Erlebnisses. Wer schon lange nicht mehr im Kino war und sich einen eigenen Eindruck von Sound und Bild machen möchte, sollte dies am besten vor der Planung des eigenen Heimkinos tun. Soll das eher in privatem Rahmen geschehen, bietet das Kinoangebot von mydays.de eine private Kinovorführung für bis zu zehn Personen an. Hier ist dann etwas weniger los als in einem großen Kino und der Blick für das Wesentliche geht nicht verloren.
 
Was das passende Soundsystem für das Heimkino betrifft, so sollte dieses stets in Abhängigkeit von der Größe des Raumes ausgewählt werden. Mit einem 5.1-System, bei dem fünf Lautsprecher und ein Subwoofer systematisch im Raum aufgestellt werden können, sind Heimkinobesitzer in der Regel gut beraten. Hochwertige Systeme bieten zudem die Möglichkeit, sie vor der Nutzung mit einem speziellen Mikrofon einzumessen. Das System inklusive Receiver stellt sich dann voll und ganz auf die individuellen Gegebenheiten im Heimkino ein. [red]

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