Geknackt: Arena mit Piratenkarten kostenlos empfangbar

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Leipzig – Der neue Bundesliga-Sender Arena muss sich kurz nach Sendestart schon mit Schwarzsehern abfinden, die nicht für das Programm zahlen.

Quasi seit Sendestart kann Arena schon von Hackern empfangen werden. Mit Piratenkarten oder modifizierten Set-Top-Boxen können die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga verfolgt werden, ohne an den Pay-TV-Anbieter eine Gebühr zu entrichten.

„Die Schwarzseher haben nicht das von Arena verwendete System Cryptoworks geknackt, sondern schauen die Signale über das Premiere-Signal, welches via Astra-Satellit als Zuspielung für die Kabelnetze der Kabel Deutschland und privater Netzbetreiber gedacht ist,“ erklärt DIGITAL-FERNSEHEN-Redakteur Ricardo Petzold. Zum Einsatz kommen die so genannten Cerebro- oder Didem-Karten, die mit den entsprechenden im Internet verfügbaren Daten programmiert werden. „Viel einfacher haben es Schwarzseher aber mit den Emulatoren für eine Reihe von Set-Top-Boxen, bei denen die Geräte nur durch eine kleine Softwaremodifikation die Pay-TV-Programme ohne entsprechende Smartcard entschlüsseln,“ so Petzold weiter.
 
Premiere kann Hackerkarten und Emulatoren derzeit nur durch Schlüsselwechsel ausschalten, wie zum Beispiel am ersten Bundesliga-Spieltag geschehen. „Die Haltbarkeit dieser Aktionen kann man jedoch auf wenige Stunden beziffern,“ so Petzold weiter „bereits kurze Zeit nach einem Gegenschlag sind im Internet wieder neue Codes zur Premiere- und Arena-Freischaltung verfügbar.“ Nur ein kompletter Kartentausch bei allen Premiere-Abonnenten kann die Lücken in Premieres Verschlüsselungssystem Nagra schließen.
 
Die DF-Experten schätzen, dass derzeit mehrere hunderttausend Schwarzseher in der Lage sind, die Programme von Arena, Kabel Deutschland und Premiere ohne Abo zu empfangen. [fp]

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