HDTV-Empfang: Einsteigergeräte bereits um 200 Euro erhältlich

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Leipzig – Die Industrie bietet eine ganze Reihe von Receivern an, mit denen das hochauflösende Fernsehformat HDTV empfangen werden kann.

Um etwas mehr Licht in den Angebotsdschungel zu bringen, stand der Redaktion der Chefredakteur unseres Magazins DIGITAL FERNSEHEN, Ricardo Petzold, Rede und Antwort.
 
DF: Sie testen immer mehr HDTV-Receiver, lohnt sich die Anschaffung jetzt schon?
 
Petzold: Die Anschaffung eines HDTV-Receivers lohnt auf alle Fälle. Die meisten Geräte unserer Testfelder liefern auch beim Standard-Fernsehen wesentlich besser Bilder als herkömmliche, über Scart angeschlossene, Receiver. Auch beim Funktionsumfang sind HDTV-Boxen den SDTV-Empfängern überlegen. Speziell die reichhaltigen Multimediafunktionen über USB und Netzwerk möchte ich dabei erwähnen. Das Angebot an HDTV-Empfängern hat sich darüber hinaus in den letzten Monaten nahezu verdoppelt. Zusätzlich sind die Preise gesunken, wodurch Einsteigergeräte bereits unter 200 Euro erhältlich sind.

DF: Viele Kritiken von HDTV-Nutzern beziehen sich darauf, dass es in Deutschland nur wenige frei empfangbare Kanäle gibt. Stehen denn neue HD-Kanäle für 2009 vor dem Sendestart?
 
Petzold: Derzeit ist die Lage in Deutschland leider weiterhin sehr gespannt. Da die öffentlich-rechtlichen Sender erst zu den olympischen Winterspielen 2010 starten, müssen wir uns wohl auch im Jahr 2009 nur auf wenig Bewegung bei den HDTV-Inhalten einstellen. Zumindest ein HDTV-Sender bereitet allerdings den Sendestart vor. Classic HD testet bereits heute auf dem Astra-HD-Promokanal und wird ab 2009 auch als reguläres HDTV-Programm im Pay-TV starten.
 
DF: Im Beitrag „Private Satellitenspionage“ im aktuellen Heft der DIGITAL FERNSEHEN (12/2008) zeigen Sie den Lesern, wie sie Militärsatelliten anzapfen, ist das rechtlich unbedenklich?
 
Petzold: Solange dies alles mit legalem Equipment und ohne „Knacken“ von Verschlüsselungssystemen passiert, ist die Sache natürlich unbedenklich. Die militärischen Organisationen sind sich dessen bewusst, dass es Möglichkeiten gibt, ihre Satellitenübertragungen anzuzapfen. Bedenkliche Inhalte werden aus diesem Grund auch nur codiert oder verschlüsselt übertragen.
 
DF: Sie rufen im Heft die Leser auf, ihre Sat-Anlage per Video vorzustellen. Was sollte in einem solchen Film gezeigt werden?
 
Petzold: Es ist wichtig, dass der Zuschauer ein Gefühl darüber bekommt, mit welchen Mitteln die Satellitensignale empfangen werden. In erster Linie interessieren unseren Leser natürlich Daten wie Antennengröße und verwendete Receiver. Doch auch die Verteiltechnik sollte nicht unterschätzt werden. Denken wir nur an Nutzer von Wavefrontier-Antennen!
 
An dieser Stelle möchte ich aber die Leser auch noch mal darauf hinweisen, dass nicht nur große Drehanlagen für diesen Aufruf von Interesse sind. Mancher DXer betreibt aus Platzgründen auch eine Mini-DX-Anlage. Auch solche Anlagen eignen sich perfekt für eine Videovorstellung.
 
DF: Thema Common Interface: Um „halblegale“ Module haben Sie immer einen Bogen in der Berichterstattung gemacht. Wie sieht das in Zukunft aus, wenn „legale“ Module Kabel Deutschland und Co nicht mehr empfangen dürfen?
 
Petzold: Leider versuchen speziell einige Kabelanbieter noch immer einzig auf ihre Receiver zu setzen. Dies ist aus unserer Sicht der falsche Weg. Der Kunde muss selbst entscheiden können welches Endgerät er nutzen möchte. Es bleibt zu hoffen, dass mit der Einführung von CI-Plus bzw. einer Entscheidung des Bundeskartellamtes zum Thema Zwangsreceiver eine Änderung eintritt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Verbreitung illegaler Module weiter boomen.
 
DF: Was empfehlen Sie einem Leser: Satellit, Kabel oder Antenne?
 
Petzold: Satellit, hier bekommt der Nutzer immer noch das beste Angebot zum geringsten Preis. Außerdem hat der Interessent auch bei der Receiverwahl viel größere Möglichkeiten.
 
DF: Vielen Dank für das Interview![mg]

Das Interview gibt die Meinung des Interviewpartners wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.

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7 Kommentare im Forum

  1. AW: HDTV-Empfang: Einsteigergeräte bereits um 200 Euro erhältlich Einsteigergeräte sind bereits um 100 Euro erhältlich.
  2. AW: HDTV-Empfang: Einsteigergeräte bereits um 200 Euro erhältlich ... jetzt führt die DF-Redaktion schon Interviews mit den eigenen Redakteuren
  3. AW: HDTV-Empfang: Einsteigergeräte bereits um 200 Euro erhältlich Ja nur was nutzen diese Receiver wenn zum Beispiel im Kabel nichts gesendet wird was man damit empfangen kann
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