Institut für Rundfunktechnik testet MPEG 4

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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München – Der Bayerische Rundfunk und das Insitut für Rundfunktechnik (IRT) untersuchen die Umstellung hin zu effizienteren Kodierverfahren wie MPEG 4 für das digitale terrestrische Fernsehen.

Bei dem Kodierverfahren wird Angaben des IRT zufolge getestet, inwieweit sich skalierbare Kodierverfahren für die mobile, portable sowie hochauflösende Programmverbreitung eignen. „Aus dem Projekt werden Erkenntnisse erwartet, welche Entwicklungsreserven der Rundfunk aus der ‚Digitalen Dividende‘ benötigt, um die Antennenverbreitung auf dem Stand der Technik halten und das Frequenzspektrum auch künftig effizient nutzen zu können“, so das IRT.

Während der Medientage München, die vom 29. bis 31. Oktober stattfinden, will das IRT auf seinem Stand im Internationalen Congress Center (ICM) München die komplette Übertragungskette für MPEG 4 im terrestrischen Fernsehen DVB-T mit verschiedenen Empfangsgeräten vorführen.
 
Wie das IRT mitteilt, setzt sich das Videokodierverfahren MPEG 4 H.264 zunehmend auf allen Rundfunkverbreitungswegen durch und wird mittelfristig die klassische MPEG-2-Kodierung zurückdrängen. Vor diesem Hintergrund werde untersucht, welche Punkte für eine verbraucherfreundliche Umstellung hin zu MPEG 4 zu beachten seien.
 
Für die Rundfunkanstalten in Deutschland sei dabei vor allem interessant, wie der terrestrische Verbreitungsweg zukunftsfähig gehalten werden könne, „ohne den Millionen Käufern bestehender DVB-T-Technik Empfangsbeschränkungen abzuverlangen“. Projektschwerpunkt sei einerseits, die verschiedenen Empfangsgeräte zu untersuchen – vor allem beim Mischbetrieb von MPEG 2 und MPEG 4 und unterschiedlichen Videolauflösungen. Andererseits werde die Fehlerrobustheit des neuen Formats beim stationären und portablen Einsatz untersucht.
 
Laut eigenen Angaben hat das IRT seit Anfang 2008 in enger Abstimmung mit dem
Bayerischen Rundfunk und mit Unterstützung der Firma Rohde & Schwarz damit begonnen, alle für das Evaluierungsprojekt notwendigen technischen Komponenten zu installieren. Der vom IRT entwickelte DVB-Playout-Server signalisiere und multiplexe die Transportdatenströme mit Bild- und Toninhalten für MPEG 2 und MPEG 4, um so das Umschaltverhalten von Bild und Tonsignalen bei Empfängern, wie Set-top-Boxen, Fernsehbildschirmen und Fahrzeugempfangsgeräten zu testen.
 
Für die Untersuchungen werden unterschiedliche Videokodierungsstandards (MPEG 2, MPEG 4 H.264), Auflösungen (575i, 720p 50) Datenraten (drei bis 13 Megabit pro Sekunde) und Bildseitenverhältnisse (4:3, 16:9) verschieden kombiniert. Die Signale werden dem IRT zufolge lokal in München im Kanal 50 (706 Megahertz) über den Testsender des Bayerischen Rundfunks in Freimann mit geringer Leistung abgestrahlt. Die Firma Rohde & Schwarz stellte für das Projekt ihren modernsten DVB-T-Sender zur Verfügung, teilt das IRT weiter mit. [ar]

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23 Kommentare im Forum

  1. AW: Institut für Rundfunktechnik testet MPEG 4 Mal ne Frage, braucht Mpeg4 eigentlich stärkere Hardware ? Oder ist es nur ein anderes "besseres" Verfahren ?
  2. AW: Institut für Rundfunktechnik testet MPEG 4 Leider würde man eine neue Hardware benötigen, es reicht also kein Firmware-Update.
  3. AW: Institut für Rundfunktechnik testet MPEG 4 Das man neue benötigt, ist mir schon klar. Aber muss die leistungsfähiger sein ? Also ist dekomprimierung vom Mpeg4 leistungshungriger. Also muss da ein besserer Prozesser oder was auch immer verwendet werden.
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