Kino der Zukunft: Projekt Cinevision 2006

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Das Projekt Cinevision 2006 arbeitet an einem Qualitätssprung in der Kinotechnologie, die Auflösungen von bis zu 5 000 x 2000 Pixel unterstützen soll.

Damit könnte der stärker werdenden Konkurrenz durch die wachsende Anzahl der Heimkinos begegnet werden.

Hinter dem Projekt Cinevision 2006 stehen das Erlanger Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen, der Kamerahersteller Arri, der Kinoprojektoren-Hersteller Kinoton, T-Systems und Flying Eye. Gemeinsame arbeiten die drei Partner an der Kamera-, Projektions- und Kompressionstechnik, um die technischen Ziele realisieren zu können.
 
Auch T-Systems ist ein enger Partner des Projekts, weil die großen Datenmengen von 30 GByte pro Stunde Film irgendwie in die Kinos gebracht werden müssen. Das Ziel des Konsortiums ist es nämlich auch, eine Möglichkeit zu entwickeln, wie die Filme über ein Satellitensignal auf spezielle Datenspeicher in den Kinosaufgespielt werden können.
 
Eine erste Präsentation der neuen Technik hat letztens im Kinosaal 7 des Cinemaxx-Kinos am Potsdamer Platz in Berlin stattgefunden. Dafür mussten fünf HD-Projektoren herhalten, um das 5 000 x 2 000 Pixel-Bild aufzubauen. Dabei erstellt jeder Projektor einen Ausschnitt des Gesamtbilds, damit die Übergänge nicht auffallen, wird dort doppelt projiziert. Dabei kann es passieren, dass man die Übergänge besonders bei dunkleren Sequenzen etwas heller sieht.
 
Bis die neue Technik in die Kinos kommt, wird allerdings noch viel Zeit vergehen. Das Projekt Cinevision 2006 rechnet selbst mit zirka fünf Jahren, bis die Technik ausgereift ist, und dann könnte es noch einmal fünf Jahre dauern, bis sie den Weg in die Kinos geschafft hat.
 
Vielleicht bekommt das Kino ja den notwendigen Schub aus neuen spektakulären Technologien. Denn in den letzen Jahren stecken die Kinos weltweit in einer schweren Krise, die in einem katastrophalen Geschäftsjahr 2005 kulminiert ist. Selbst die Großkinos, die vorher viele der kleineren Kinos verdrängt hatten, haben Probleme, ihre Säle zu füllen.
 
Diesen Trend konnten auch die günstigen Kinotage nicht stoppen. Deswegen versuchen die Kinos neue Wege zu gehen, indem sie z. B. auch Weltmeisterschaftsspiele oder Konzerte zeigen. Doch ob dies die Kinosäle wieder füllt, ist hinsichtlich der immer schnelleren DVD-Veröffentlichungen und dem Boom der Heimkinosysteme fraglich. [lf]

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