Kofler: Premiere-Interaktivreceiver zum Großteil verkauft

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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München – Von den 1,2 Millionen „Premiere interaktiv“-Receivern ist laut Angaben des scheidenden Premiere-Vorstandsvorsitzenden Georg Kofler das meiste verkauft.

Dies erklärte Kofler gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Ob die Interaktiv-Funktion jedoch jemals voll ausgeschöpft wird, ist unwahrscheinlich. Denn Premiere plante ursprünglich, sogar Internetfernsehen (IPTV) über die Boxen anzubieten. Von einzelnen Sendern bis zu einem eigenem IPTV-Paket war gegenüber DIGITAL FERNSEHEN vor einem Jahr noch die Rede.

Jetzt sind laut Kofler die Geräte von Philips, Samsung und Thomson fast alle verkauft, doch für IPTV werden sie nicht genutzt. Das größte Problem dürfte hierbei wohl der notwendige ADSL2+-Anschluss sein, den nur die wenigsten Kunden besitzen werden.
 
Diese Generation der Premiere Receiver sind durch einen integrierten Netzwerkanschluss (Ethernet) rückkanalfähig und damit für interaktive Anwendungen vorbereitet. Nur dass die meisten dieser Möglichkeiten wohl nie freigeschaltet werden.
 
Der direkte Rückkanal über die Box, welchen das Internet ermöglicht, ist für den Pay-TV-Anbieter Premiere schon seit längerer Zeit von großem Interesse. Denn damit hat man einen direkteren Kontakt zum Kunden, der dann zum Beispiel Filmbestellungen nicht mehr umständlich über das Telefon tätigen muss – soweit die Theorie. In der Praxis ist dieses Konzept bisher jedes Mal gescheitert.

Schon die d-Box 1 hat über ein analoges Modem verfügt, welches jedoch nie per Software-Update freigeschaltet wurde. Schon damals erhoffte man sich durch den Rückkanal über die analoge Telefonleitung einen direkteren Draht zum Kunden. Und auch die d-Box 2 lies von dieser Idee nicht ab, hier gab es dann schon den modernen Ethernet-Anschluss.
 
Und auch die letzte Generation von Interaktiv-Receivern hat sich nicht behaupten können. Mittlerweile ist man bei Premiere auch von der NDS-Middleware, welche die Software auf den Receivern darstellt, wieder abgerückt. Die Vision des direkten Rückkanals wird aber bleiben, die Frage ist wohl nur, wann die Technologie sowie der Markt für dieses Konzept bereit ist. [lf]

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34 Kommentare im Forum

  1. AW: Kofler: Premiere-Interaktivreceiver zum Großteil verkauft Fragt sich nur an wen er die verkauft hat... an die Abonnenten wohl kaum, denn wer wollte die Kiste schon haben?
  2. AW: Kofler: Premiere-Interaktivreceiver zum Großteil verkauft Ich habe einen für 1,-€. Das Paket ist noch ungeöffnet.
  3. AW: Kofler: Premiere-Interaktivreceiver zum Großteil verkauft Das wird bei den meisten so sein, bzw die haben ihn wieder eingemottet.
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