Konkurrierender HDTV-Markt: Fernsehen verändert sich

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Video-on-Demand (VoD)-Dienste schießen momentan wie Pilze aus dem Boden, nicht alle davon werden im harten Kampf um den Zuschauer überlebensfähig sein. Bisherige Fernsehgewohnheiten verändern sich im Augenblick sehr stark, zeitgleich die bisherige Infrastruktur. Wo geht der Weg des Zuschauers in den nächsten Jahren hin?

Dr. Hans-Ullrich Wenge, ehemaliger Kabel Deutschland CEO, schreibt in seiner Kolumne in der DF-Schwesterpublikation DIGITAL INSIDER, dass es künftig noch schwerer sein wird, HD-Content bei sich wandelnden Fernsehgewohnheiten an die Zuschauer zu bringen.

„Die Wettbewerber werden mehr. Neben den linearen und non-linearen Angeboten in den Kabelnetzen und über das IPTV-Angebot von Entertain hinaus soll es künftig bis zu 45 HD-Programme über das von der Media Broadcast verbreitete DVB-T2 geben. Ob dieses Geschäftsmodell funktioniert, steht sicherlich noch in den Sternen, aber drohender neuer Wettbewerb könnte zumindest potenziell den HDTV-Markt weg vom Satellitendirektempfang hin zu anderen Infrastrukturebenen weiter verlagern“, meint Wenge.
 
Gerade bei Zuschauern, die nicht über einen Kabelanschluss oder schnelles DSL verfügen könnten, ergäbe sich nämlich über DVB-T2 eine weitere Alternative zum Satellitendirektempfang von HD-Programmen. Aber nicht nur der neue Wettbewerb der Infrastrukturbetreiber veranlasst Wenge zu der These, dass es schwerer sein wird, in bisherigen Vermarktungskategorien bei HD-Content zu denken. Die Änderung der Sehgewohnheiten würde neue Player auf den Plan rufen.
 
„Heutzutage gibt es nicht nur lineares Fernsehen und das spüren vor allem die großen Privatsender, die nun über drei Jahrzehnte lang über 100 Prozent Reichweite in deutschen Wohnzimmern verfügten und nun mit einem wachsenden VoD-Angebot, sogar auch in High Definition, konkurrieren lernen müssen“, so Wenge.
 
Weitere Gedanken von Hans-Ullrich Wenge zur heutigen Mediennutzung, der benötigten Infrastruktur und dem notwendigen Wandel finden sich in seiner Kolumne im DIGITAL INSIDER, den es im Abo unter Heftkaufen.de und per App für Android und iOS gibt. [th]

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9 Kommentare im Forum

  1. Ich hatte am Wochenende die Gelegenheit in der Schweiz swisscom tv 2.0 zu testen. DAS ist Fernsehen der Zukunft. Aber nicht das, über das hier berichtet wird. Deutschland ist dort zum Dritt- und Abzockland verkommen. Leider. Beispiel: Im kleinsten Swisscom-Paket sind allein 173 Sender (deutsch) enthalten, wovon 71 HD sind, inkl. ORF und komischerweise sämtlichen Deutschen Privaten in HD. Und: für Nicht-Kunden gibt es online allein schon 74 Sender. Zwar kein HD, aber immerhin. Insoweit kann man evtl. gespannt sein, wenn Entertain 2.0 startet - was dem swisscom eher entsprechen kann.
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