Macrovision schickt MediaMarkt einstweilige Verfügung

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Der Anbieter des gleichnamigen Kopierschutzsystems geht nun massiv gegen Händler vor, die Kopierschutzkiller anbieten.

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Die Frankfurter MediaMarkt-Filiale hat nun Post von Macrovision, dem Anbieter des weit verbreiteten gleichnamigen Kopierschutzsystems, erhalten. Per einstweiliger Verfügung untersagt dabei Macrovision der Handelskette den Kopierschutzdecoder Macro 2000 weiter anzubieten. Möglich wurde dies durch die seit 12. September gültige Reform des Urheberrechtsgesetzes.
 
Mit dem Gerät ist es möglich, den Macrovision Kopierschutz zu umgehen. Dieser befindet sich auf vielen VHS-Kassetten. Auch bei DVD-Playern und Premiere-Digitalreceivern sind die analogen Signale teilweise mit Macrovision geschützt. Premiere ist beispielsweise von den Hollywood-Studios angehalten, seine „Premiere Direkt“ Kanäle per Macrovision zu schützen.
 
Der Verkauf von Kopierschutzkillern verstoße nach Ansicht von Macrovision gegen Paragraph 95a des neuen Urheberrechtsgesetzes. Hier wird Einfuhr, die Verbreitung und der Verkauf von Geräten verboten, die die Umgehung wirksamer Kopierschutzmechanismen ermöglichen. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Wochen auch andere Händler von Macrovision abgemahnt werden. Konsumenten, die bereits einen Kopierschutzkiller besitzen, brauchen sich keine Sorge zu machen. [sh]

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