Premiere: Neue Interaktiv-Receiver ab Herbst

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Auch IPTV, also der Empfang des Fernsehsignals über das Internet, wird mit der neuen Generation digitaler Satelliten- und Kabelreceiver möglich sein.

Dies kündigt Premiere in der aktuellen Ausgabe ihres Kundenmagazins an.

Auf Nachfrage von DIGITAL FERNSEHEN erklärte ein Premiere-Sprecher, dass die neuen Boxen mit einem DSL-Anschluss ausgestattet sind. Darüber können zunächst hauptsächlich interaktive Dienste genutzt werden. So soll mit Hilfe des Internet-Rückkanals zukünftig die Bestellung von Video-on-Demand Angeboten ganz bequem über den Fernseher und ohne Telefon möglich sein.
 
Darüber hinaus soll der DSL-Anschluss auch den Empfang von TV-Signalen über das Internet ermöglichen. Dabei soll es sich jedoch nur um SD-Signale handeln, für Übertragungen von HD-Sendungen seien die Receiver laut Premiere-Sprecher bisher nicht geeignet. Derzeit sei Premiere Mitten in den Tests für den IPTV-Betrieb. Wann die neue Technologie einsetzbar ist, konnte der Sprecher jedoch noch nicht sagen.
 
Premiere hält sich für die Nutzung der IPTV-Option zwei Modelle offen. Zum einen sollen nach Angaben von Premiere Sendungen, die erfahrungsgemäß nicht von vielen Zuschauern nachgefragt werden, über den kostengünstigeren Verbreitungsweg Internet ausgestrahlt werden. Der Zuschauer wird davon im Idealfall nichts merken, die Box schalte dann einfach automatisch vom DVB-Empfang auf die DSL-Schnittstelle um. Zum anderen könne sich Premiere auch vorstellen, ein eigenes IPTV-Angebot zu starten. Genauere Angaben konnte der Premiere-Sprecher dazu jedoch noch nicht machen.

Für den Fernsehempfang über das Internet benötigt der Kunde einen Anschluss an das 16 MBit pro Sekunde schnelle ADSL2+-Netz. Die derzeit gängigen DSL-Anschlüsse, deren Standardbandbreite bei zwei Mbit pro Sekunde liegt, reichen für die störungsfreie Übertragung von Fernsehsendern in gewohnter Qualität nicht aus. Das neue VDSL-Netz, welches die Deutsche Telekom gerade aufbaut, wird von den neuen Receiver nicht unterstützt.
 
Die Receiver stammen von Thomson, Philips und Samsung und verfügen dank identischer Middleware über die gleiche Bedienoberfläche. Die Geräte werden an dem „Premiere Interaktiv“-Schriftzug erkennbar sein, der an der Gehäusefront angebracht sein wird.
 
Premiere verspricht, das Angebot der interaktiven Dienste kontinuierlich ausbauen zu wollen. Geplant sind nach Angaben des Premiere-Sprechers unter anderem Teleshopping über die Fernbedienung, interaktive Spiele oder aber der Abruf verschiedenster Nachrichten.
 
Darüber hinaus beabsichtigt Premiere, bald mit einem interaktiven Kundencenter auf Sendung zu gehen. Über diesen Service sollen Premiere-Abonnenten dann bequem ihren Kundenstatus abfragen oder ihren Kontostand einsehen können. Auch die Bestellung von Abos sowie die Überweisung der Gebühren soll nach Angaben des Premiere-Sprechers über diese Plattform einfach und bequem möglich sein. [lf]

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