Schwere Zeiten für Mobilfunk-Ausrüster?

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Den Ausrüstern von Mobilfunknetzwerken könnten schwere Zeiten bevorstehen. Zumindest der Konzern Ericsson glaubt, dass der Markt in den kommenden Jahren nur noch wenig wachsen wird. Zu viele Netze seien schon für den schnellen Datenfunk ausgebaut.

Der Netzwerkausrüster Ericsson sieht die Zukunft in seinem Kerngeschäft pessimistischer. Der Markt für die Ausrüstung von Mobilfunknetzwerken werde bis 2018 jährlich um 1 bis 3 Prozent wachsen, prognostizierte das Unternehmen am Dienstag auf einer Investorenveranstaltung in Stockholm mit. Vor einem Jahr hatte Ericsson bis 2017 noch im Schnitt 2 bis 4 Prozent erwartet.

Stärker als das Hardware-Geschäft dürften den Schätzungen zufolge Dienstleistungen und Wartung rund um die Netzwerke zulegen. Die Ericsson-Aktie verlor in Stockholm am Vormittag zeitweise fast fünf Prozent.
 
In vielen großen Mobilfunkmärkten ist bereits der Großteil der Netze für den schnellen Datenfunk LTE umgebaut worden. Netzwerkausrüster wie Ericsson und Nokia suchen daher verstärkt nach anderen Möglichkeiten, vom Boom des mobilen Datenverkehrs zu profitieren. Ericsson hatte am Vortag eine Kooperation mit dem US-Internetspezialisten Cisco bekanntgegeben. Nokia will sich mit dem milliardenschweren Zukauf von Alcatel-Lucent stärken – der französisch-amerikanische Konzern ist besonders bei Festnetzen stark. [dpa/fs]

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2 Kommentare im Forum

  1. In den meisten Ländern ist der Netzausbau jetzt wirklich fürs Erste abgeschlossen. Nur in Deutschland gäbe es noch deutlichen Bedarf ... nur hab ich wenig Hoffnung das in Deutschland die Netze noch nennenswert verdichtet werden auch wenn es notwendig wäre.
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