Smartcards: Technik-Revolution im Scheckkartenformat

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Gleiche Größe, ähnliche Materialeigenschaften: Rein äußerlich haben sich die Plastikkarten in den vergangenen 25 Jahren kaum verändert.

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Ihre Anwendungsmöglichkeiten hingegen haben sich enorm verbreitert. Smartcards von heute eröffnen Lösungen, die in den Anfangsjahren der Chipkarten-Technologie undenkbar schienen.
 
Stunde für Stunde betreten mehr als 150.000 Menschen die Londoner U-Bahn. 18 Millionen Passagiere machen mehr als eine Milliarde Fahrten pro Jahr. Wie überall auf der Welt bilden sich lange Schlangen an den Fahrkartenautomaten. Und im hektischen Berufsverkehr entstehen minutenlange Wartezeiten vor Drehkreuzen und anderen Zutrittsmöglichkeiten, an denen die Tickets in einen Schlitz eingeführt werden müssen.
 
Die Benutzung der Bahnen und Busse im Großraum London wird in Zukunft schneller, einfacher und bequemer werden. Denn den klassischen Fahrausweis wird es bald nicht mehr geben. Stattdessen erhalten die Passagiere intelligente Chipkarten, die in einem Abstand von bis zu zehn Zentimeter zum Lesegerät Drehkreuze und Türen berührungslos öffnen. Die Umrüstung basiert auf der sogenannten MIFARE Technologie, mit der Philips als weltweit führender Entwickler von Chiplösungen für kontaktlose Smartcards einen Industriestandard setzte. Die MIFARE-Technologie nutzt Radiofrequenzen zur Datenübertragung und verfügt über hohe Sicherheitsstandards. Bei kontaktlosen elektronischen Fahrscheinen haben MIFARE-basierte Systeme einen Marktanteil von weltweit mehr als 80 Prozent erreicht. Damit werden bereits mehr als 50 Milliarden Transaktionen pro Jahr abgewickelt. Ein Beispiel von vielen, das deutlich macht, welche Entwicklung die Chipkarten-Technologie in den vergangenen Jahren genommen hat.
 
Vor 25 Jahren, als alles begann, testete man ausschließlich Anwendungen im Bankenbereich. Es folgte die vorausbezahlte Telefonkarte für öffentliche Kartentelefone. 1985 wurde schließlich die erste Prozessorchipkarte vorgestellt. Die erste wirkliche Massenanwendung von Smartcards in Deutschland waren 1991 die so genannten SIM Cards in den Mobiltelefonen der Telekom. Der entscheidende Durchbruch für die Smartcard erfolgte zwei Jahre später mit der erfolgreichen Einführung der elektronischen Krankenversicherungskarte. Dieses Projekt zeigte erstmals, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten der Smartcard sein können und welche Vorteile sie bietet.
 
Seitdem haben Smartcards immer weitere Anwendungsbereiche erschlossen und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – in Form von Geldkarten, Telefonkarten, Krankenversicherungskarten und Stammkundenkarten, aber auch als Karten zur Berechtigungs- und Zutrittskontrolle. Weitere Massenanwendungen zeichnen sich ab, etwa bei der Erfassung von Autobahngebühren. Das derzeit größte Wachstumspotenzial bieten, wie am Beispiel Londons skizziert, die Nahverkehrssysteme.
 
Darüber hinaus hat die Smartcard in den nächsten Jahren eine Schlüsselfunktion an allen Schnittstellen der digitalen Kommunikation – als Netzwerkzugang und zur Identifikation, für die Datenverschlüsselung und als elektronische Signatur. Je enger die Vernetzung der Systeme und Geräte im virtuellen Raum, desto wichtiger werden die Sicherheitsaspekte. Das gilt auch und gerade für alle Bezahlfunktionen. Moderne Verschlüsselungsverfahren gewährleisten absolute Datensicherheit. Beim Thema Sicherheit für Smart Card Chiplösungen nimmt Philips eigenen Angaben zufolge eine absolute Führungsposition ein, mit hohen Sicherheitsstandards (z.B. gemäß Common Criteria), die von unabhängigen Institutionen und Zertifizierungsstellen wie das ZKA (Zentraler Kreditkartenausschuss) und BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) bestätigt wurden, aber auch von VISA und Master Card.
 
Philips Expertise in kontaktbehafteter und kontaktloser Chiptechnologie liefert auch die Bausteine für so genannte Dual-Interface-Karten. Dabei können Applikationen sowohl über die kontaktlose als auch über die kontaktbehaftete Schnittstelle mit den Lesegeräten kommunizieren. Ein Beispiel dafür ist die City-Card, die in Moskau getestet wird. Ihre Anwendungsbreite reicht von elektronischen Tickets im öffentlichen Nahverkehr, e-Government-Anwendungen bis zu Bezahlfunktionen im Einzelhandel. [fp]

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