Trotz Smart-Devices: Set-Top-Boxen steuern auf Rekordjahr zu

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Der weltweite Markt für Set-Top-Boxen wächst voraussichtlich auch in den kommenden Jahren weiter. Einer aktuellen Anaylse zu Folge könnten ironischerweise gerade die immer stärker aufkommenden Multiscreen-Lösungen für mobile Endgeräte der Set-Top-Box zu einem erneuten Frühling verhelfen.

Immer mehr Bewegtbild-Inhalte werden über das Internet konsumiert und teilweise direkt am PC oder auf mobilen Endgeräten wie Tablets und Smartphones abgerufen. Aufgrund dieser Entwicklung mehren sich seit Jahren die Stimmen, die der klassischen Set-Top-Box im Wohnzimmer schwere Zeiten voraussagen. Laut des aktuellen Set-Top-Box-Market-Monitor des Marktforschungsunternehmens IHS dürften sich diese jedoch noch etwas verzögern, denn der weltweite Markt für die Empfangs-Boxen steuert 2013 auf ein neues Rekordjahr zu.

Demnach werden in diesem Jahr voraussichtlich 269 Millionen Set-Top-Boxen für den Fernsehempfang über Satellit, Kabel, Antenne und IPTV ausgeliefert. Gegenüber 2012, als sich die Auslieferungszahlen auf 250 Millionen Geräte beliefen, entspräche dies einer Steigerung um immerhin 8 Prozent. Auch für 2014 wird ein weiteres Marktwachstum um 6 Prozent auf dann 286 Millionen ausgelieferte Boxen erwartet. 2015 soll das Volumen schließlich bei 290 Millionen Geräten liegen.
 
Daniel Simmons, der hauptverantwortliche Analyst für TV-Technologien bei IHS, sieht die Set-Top-Box vor einer wachsenden Herausforderung durch das immer stärkere Aufkommen von Multiscreen-TV-Angeboten, die auch auf mobilen Endgeräten konsumierbar sind. Die Netz- und Pay-TV-Betreiber seien allerdings vorerst weiterhin auf klassische Set-Top-Boxen angewiesen, schon allein um die Kompatibilität ihrer Contend-Delivery-Netzwerke mit den neuen mobilen Endgeräten über diese herzustellen.
 
Gerade die neuen Herausforderungen, Inhalte von möglichst vielen Quellen zukünftig auf möglichst vielen Endgeräten bereitzustellen, dürften neue Generationen von Set-Top-Boxen für die Plattformbetreiber unabdingbar machen. In vielen Fällen haben diese Betreiber den Wunsch, all ihre Inhalte über eine zentrale Schnittstelle zu bündeln. Als Beispiel dafür könnte unter anderem die angekündigte Horizon-Box des Kabelnetzbetreibers Unitymedia gelten. Zusätzlich erhalten Empfangsboxen auf vielen weltweiten Märkten nach wie vor einen Schub vom voranschreitenden HD-Ausbau. Auch in entwickelten Märkten wieEuropa werden für die Zukunft weitere Schübe auf verschiedenen Märkten erwartet, etwa durch den zu erwartenden Ausstieg aus dem analogen Kabelfernsehen oder den Sprung zu Ultra HD. [ps]

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14 Kommentare im Forum

  1. AW: Trotz Smart-Devices: Set-Top-Boxen steuern auf Rekordjahr zu Wundert mich eigentlich, da heute ja alles schon im TV eingebaut, TV mit SAT-Tuner war früher teuer u. heute bekommt man einen TV oft gar nicht mehr ohne. also einen Markt würde ich nur für vom Anbieter vorgeschriebene Pay-TV Boxen sehen. Und da ist es ja auch so, dass die Leute eher abonnieren würden wenn das direkt über TV oder wie früher offene CI-Receiver gehen würde.
  2. AW: Trotz Smart-Devices: Set-Top-Boxen steuern auf Rekordjahr zu Nur dass man bei den TV-Geräten die Suchlauffunktion "Nur Freie Programme" suchen vergeblich sucht was mich zum Beispiel ärgert weil ich keine verschlüsselten Programme brauche. (ein Beispiel Samsung TV)
  3. AW: Trotz Smart-Devices: Set-Top-Boxen steuern auf Rekordjahr zu Da gibt es noch viel Potenzial bei den Fernsehern. In der Dr. Dish Sendung zur Anga wird davon geredet das es einen Einbruch in dem Verkauf der Set Top Boxen gab und man auch keinen neuen Aufschwung erwartet und nun kommt DF...
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