Ultra HD von A bis Z

4
6
Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
Anzeige

Bieten UHD-Fernseher wirklich ein besseres Bild? Wo kommen die ultrahochauflösenden Inhalte her? Die neue Ausgabe des HDTV-Magazins beleuchtet den neuen HD-Standard von der Produktion bis zur Darstellung.

Derzeit stößt man beim Thema UHD bzw. 4K vorrangig auf Abneigung, denn für die meisten Verbraucher ist der technische Wettstreit um immer mehr Bildpunkte kaum nachvollziehbar. Wer das Kleingedruckte liest, wird feststellen, dass UHD nicht gleich 4K ist.
 
Im Unterhaltungselektronikbereich hat sich die Bezeichnung UHD durchgesetzt, als direktes Nachfolgeformat des aktuellen Full-HD-Standards. In Pixeln ausgedrückt: Die derzeitige Auflösung von 1920×1080 Bildpunkten steigt auf 3840×2160 Bildpunkte an. Da sich sowohl die horizontale als auch vertikale Auflösung verdoppeln, vervierfacht sich die Pixelanzahl, aus rund zwei Millionen Pixeln werden rund acht Millionen.
 
4K wird oftmals im Gleichklang mit UHD genannt und insbesondere Sony macht sich den 4K-Begriff zunutze, da der Hersteller auch Kinosäle mit passender 4K-Technik ausstattet. Im Kern ist 4K aber nicht mit UHD identisch, da das 16:9-Bildformat im Kino ein anderes Seitenverhältnis als das 16:9-Format im Wohnzimmer aufweist. Dadurch berechnet sich auch die Auflösung abweichend: 2160 Bildzeilen sind bei UHD und 4K gleichermaßen vorhanden, die horizontale Auflösung beträgt im Kino aber 4096 Pixel – das Kinoformat ist damit etwas breiter.
 
Probleme bereitet weniger die Vermischung der Bezeichnungen 4K und UHD, sondern die Übertragung eines Kinofilms in das Wohnzimmer. Da nahezu alle aktuellen UHD-Geräte für den Heimgebrauch 3840 Pixel in der Bildbreite aufweisen, Kinokameras und -projektoren aber mit 4096 Bildpunkten arbeiten, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Das komplette Bild umrechnen oder Bildinformationen abschneiden. In der Praxis wird sich letztere Lösung etablieren, da die Umrechnung von 4096 Bildpunkten auf 3840 Pixel nicht ohne Verluste machbar wäre, zumal die vertikale Auflösung bei beiden Formaten mit 2160 Bildzeilen identisch ist.

Vielleicht erleben wir mit der obligatorischen Blu-ray-Disc-Generation 2.0 aber auch eine faustdicke Überraschung und Filmstudios veröffentlichen ihre Werke im originalen Kinoformat. Davon profitieren würden derzeit einzig Besitzer von Sonys 4K-Projektoren, denn die Modelle VPL-VW1000ES und VPL-VW500ES verfügen über Bildchips, die tatsächlich 4096×2160 Bildpunkte verlustfrei umsetzen können.
 
Die aktuelle Ausgabe des HDTV-Magazins beschäftigt sich in einem 9-Seiten-Spezial mit der UHD-Produktion, -Ausstrahlung und -Darstellung und gibt interessante Einblicke von der Kameraaufnahme bis zur 4K-Echtzeitberechnung in Computerspielen.
 
Die neue HDTV 8/2013 ist ab dem 15. August am Kiosk, im Onlineshop oder als E-Paper auf Pageplace, Heftkaufen und Onlinekiosk erhältlich (Suchbegriff „HDTV“).
 

 



NEU: Ab sofort können Sie die HDTV auch pünktlich zum Erscheinungstag als E-Paper über den digitalen PagePlace-Zeitungskiosk der Deutschen Telekom beziehen und bequem am PC oder Mac sowie weiteren Endgeräten wie Smartphone (Android/Apple), E-Reader, Tablet-PC und Notebook lesen. Natürlich sind auch ältere Ausgaben erhältlich. Nie wieder Rennerei und Ärger mit vergriffenen Heften.
[red]

Bildquelle:

  • Technik_Video_Artikelbild: Technik_Video_Artikelbild.jpg: © lassedesignen - Fotolia.com

4 Kommentare im Forum

  1. AW: Ultra HD von A bis Z Bei Dir vllt. Aber wenn man dem Artikel folgt, dann reichen die Grundrechnungsarten!
  2. AW: Ultra HD von A bis Z Der Satz ist in der Tat unglücklich formuliert. In der Praxis haben die 4K-fähigen Sensoren in den Kameras immer 4096 x 2160 Pixel (tatsächlich: 17:9) als technisches Aufnahmefeld, die dann auf "Quad Full HD 3840 x 1920" (16:9) bereits beim Aufnahmeprozess oder in der Nachbearbeitung beschnitten werden können. Die Auflösung 4096 x 2160 stammt aus der Digital Cinema Initiatives und hat sich bei der digitalen Filmproduktion als Standard durchgesetzt. Da wird auch schon einiges Quellmaterial verfügbar sein, wenn auch mit der "falschen" Framezahl pro Sekunde. Da kommt ja gleich der nächste Unterschied hinterher: 24 FPS, 25 FPS, 30 FPS, 50 FPS oder 60 FPS - was hätte man denn gern?
Alle Kommentare 4 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum