Anga-Präsident Braun: Kabel führt weiter bei Breitbandversorgung

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Deutschland braucht zukunftssichere Breitbandinfrastrukturen, in diesem Punkt sind sich Netzbetreiber, Nutzer und Politik einig. „Durch den Einsatz des neuen Standards DOCSIS 3.1 und einen bedarfsorientierten Glasfaserausbau festigen wir unsere Position als Treiber des weiteren Breitbandausbaus“, so Anga-Präsident Thomas Braun gegenüber DIGITALFERNSEHEN.de.

Unsere hybriden Glasfaser-Koax-(HFC-)Netze leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, Deutschland fit zu machen für das Gigabitzeitalter.  Schon heute können über HFC-Netze rund 72 Prozent der deutschen Haushalte mit 100 MBit/s und mehr versorgt werden; in der Spitze werden bis zu 400 MBit/s im Download angeboten. Und die hohen Geschwindigkeiten werden am Markt angenommen: Ende 2015 buchten ca. 44 Prozent der Kabelinternetkunden Bandbreiten von 50 MBit/s und mehr. Laut einer Studie der Europäischen Kommission surfen unsere Kabelinternetkunden zudem mit der höchsten durchschnittlichen Geschwindigkeit und der geringsten gemessenen Latenz aller Breitbandtechnologien.

Das HFC-Netz wird diese Führungsrolle bei der Breitbandversorgung auch zukünftig innehaben, denn in Kürze werden wir unseren Kunden Gigabitanschlüsse bieten können. Dazu wird die Koaxialkabelinfrastruktur bedarfsgerecht durch Glasfaser ersetzt und der Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 eingeführt. Ab 2017 sind damit Bandbreiten um 800 MBit/s und später Gigabitgeschwindigkeiten möglich – dank der sogenannten Full-Duplex-Technologie sowohl im Up- als auch im Download. Unsere HFC-Netze sind damit so leistungs- und entwicklungsfähig, dass sie den stetig steigenden Bandbreitenbedarf problemlos bedienen können.
 
Der Übergang in die Gigabitgesellschaft, der Ausbau der Breitbandnetze und die Einführung von DOCSIS 3.1 sind Kernthemen unserer Kongressmesse ANGA COM vom 7. bis 9. Juni in Köln (www.angacom.de): Der dritte Kongresstag widmet sich schwerpunktmäßig diesen wichtigen Netz- und Infrastrukturfragen. In Zusammenarbeit mit den Verbänden Bitkom, Breko, Buglas, FTTH Council Europe, VATM und ZVEI ist er als „Thementag Breitband“ konzipiert und deckt eine breite Palette von Themen wie FTTX, G.fast und Smart Home bis hin zum Internet der Dinge und Regulierung ab. Der Besuch von Ausstellung und Kongress ist an diesem Tag bei vorheriger Online-Anmeldung komplett kostenfrei. [Ein Gastbeitrag von Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (Anga)]

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4 Kommentare im Forum

  1. Dachte erst DOCSIS 3.1 Full-Duplex-Technology wäre ein Buzzword, aber hier ist ein Fachartikel zum Thema: CableLabs » Full Duplex DOCSIS® 3.1 Technology: Raising the Ante with Symmetric Gigabit Service
  2. Bis knapp 1,8 Ghz kann dann im Kabel der Frequenzberewich genutzt werden. Da hat Astra in Zukunft ein Problem, wenn TV-Kanäle per IPTV gestreamt werden. Damit ist das Kabel auch zukunftsfähiger als das Telefonkabel. Vielleicht wird es ja mal wie in Frankreich auch Glasfaser geben.
  3. Naja, etwa 2 von 5 Haushalte in Deutschland haben gar keine Möglichkeit einen Internetanschluss per TV-Kabel zu erhalten – da TV-Kabel nicht so weit in der Fläche ausgebaut ist, von daher wird weder Satellit zur TV-Versorgung noch Internet per Telefonkabel (mittelfristig) überflüssig sein.
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