Angeklagter im Fall Megaupload gegen Kaution freigelassen

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Knapp vier Wochen nach seiner Festnahme beim juristischen Schlag gegen die Internet-Plattform Megaupload ist ein 40-jähriger Deutscher in Neuseeland unter Auflagen gegen Kaution freigelassen worden.

Er erhielt die Auflage, sich ausschließlich im Haus eines mitangeklagten Niederländers in Auckland aufzuhalten. Die gleichen Bedingungen gelten für einen weiteren Deutschen, dem bereits Ende Januar die Freilassung auf Kaution gewährt wurde. Die US-Justiz wirft den beiden wie auch dem aus Deutschland stammenden Megaupload-Gründer Kim Dotcom, früher als Kim Schmitz bekannt, diverse Verstöße gegen das Urheberrecht sowie Geldwäsche vor und strebt eine Auslieferung an. Ein Kautionsantrag von Dotcom wurde abgelehnt.

Auf der inzwischen gesperrten Internet-Plattform Megaupload konnten Dateien aller Art hochgeladen und anschließend von anderen Nutzern über einen einfachen Link heruntergeladen werden. US-Behörden werfen den Betreibern vor, dass Inhaber von Urheberrechten auf diese Weise um mehr als 500 Millionen Dollar geschädigt worden seien. Dotcom und seine Mitstreiter sollen dabei mehr als 175 Millionen Dollar an der illegalen Verbreitung der urheberrechtlich geschützten Inhalte verdient haben.
 
Ende Januar wurden in einer Großaktion Dotcom und mehrere Megaupload-Mitarbeiter in Neuseeland verhaftet, die Seite wurde gesperrt (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). Die Betreiber machten geltend, dass lediglich eine technische Plattform für die Daten bereitgestellt worden sei und dass diese überwiegend für legale Zwecke genutzt worden sei. Die medienwirksame Razzia zog eine Großattacke von Hackern auf diverse Webseiten von US-Behörden wie dem FBI und der Justizbehörde nach sich. [dpa/sv]

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