Ausstellung beleuchtet Anfänge der Funktechnik

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Frankfurt/Main – Zum 150. Geburtstag des berühmten deutschen Physikers Heinrich Hertz (1857-1894) zeigt das Frankfurter Museum für Kommunikation eine Ausstellung über die Anfänge der Funktechnik.

Zu sehen sind unter anderem Bilder und Dokumente aus dem Leben von Hertz, dem Ende des 19. Jahrhunderts der Nachweis der Existenz elektromagnetischer Wellen gelang. Daneben werden seltene und – laut Museumsangaben – noch nie gezeigte Geräte aus der Frühzeit der Funkerei präsentiert.

Unter den Exponaten befinden sich zwei historische Metallspiegel, mit denen Hertz 1888 die elektromagnetischen Wellen nachwies. Besucher können zudem einen so genannten Flaschensender bestaunen. Diese Sendevorrichtung wurde in der Frühzeit der deutschen Funktechnik eingesetzt.
 
Seine bahnbrechende Entdeckung machte der gebürtig aus Hamburg stammende Hertz während einer Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Er konnte zeigen, dass sich elektromagnetische Wellen auf die gleiche Art und mit der beinahe gleichen Geschwindigkeit wie das Licht ausbreiten. Hertz‘ Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Entwicklung der drahtlosen Telegraphie und des Radios. Ohne Hertz gäbe heute möglicherweise weder Funk, Fernsehen, Internet noch Handys.
 
Die dramatischen Folgen seiner Entdeckung erlebte Hertz freilich nicht mehr. Er starb 1894 im Alter von nur 37 Jahren an einer Autoimmunerkrankung. Nach Hertz ist heute die Maßeinheit benannt, die die Zahl der Schwingungen pro Sekunde wiedergibt.
 
Die Ausstellung „Springende Funken ­ Unsichtbare Wellen“ kann bis zum 11. März dienstags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 11.00 bis 19.00 Uhr besichtigt werden. (ddp-hes)[lf]

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