BREKO: Telekom schafft „Pseudo-Wettbewerb“ im DSL-Netz

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Bonn – Mit einer Beschwerdeschrift an die Bundesnetzagentur will der Bundesverband Breitkommunikation (BREKO) zusammen mit zwölf Mitgliedsunternehmen ein Verfahren gegen die angeblich wettbewerbswidrigen Resale- Methoden der Telekom erwirken.

In dem gestern eingereichten Schreiben wird der Telekom der Missbrauch bei der Entgeltkalkulation des „Wholesale DSL“ Produktes vorgeworfen, so der BREKO gestern.

Zusammen mit Hansenet, Versatel, Netcologne, Ewe Tel und anderen Netzbetreibern will der BREKO ein Verfahren gegen die Deutsche Telekom erwirken, da diese den Festnetzgesellschaften mit eigenem Netz beim Resale von T-DSL via „letzte Meile“ keine Vorteile einräume. Dagegen werde Resellern wie Freenet und United Internet beim Wiederverkauf von DSL-Produkten auf dem Telekom-eigenen Netz sogar Rabatte von bis zu 54 Prozent gewährt.
 
Die Kritik zur Sonderbehandlung dieser Zweitverwerter richtet sich vor allem gegen die geringe Investition in den Umfang der Infrastruktur, die diese Reseller leisten. Zudem prangert der Bundesverband Breitbandkommunikation den wesentlich größeren Spielraum dieser Unternehmen bei den Produktpreisen an, wodurch das Dreifache der Festnetzbetreiber mit eigenem Netz erwirtschaftet werden kann. Es dürfe nicht sein, dass unternehmerische Leistung durch völlig marktfremde Dumpingangebote an Konkurrenten bestraft werde. „Heute schlägt sich die Telekom ganz auf die Seite der Reseller nach dem Motto: Lieber Pseudo-Wettbewerb auf unserem Netz als echter Wettbewerb der Netze,“ resümiert BREKO-Präsident Peer Knauer. [sch]

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