Bundesliga bei „Bild“: Axel Springer gibt Preis bekannt

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Ab der kommenden Bundesliga-Saison will auch der Axel Springer Verlag mit Bewegtbildern von den Spielen der ersten Liga Geld verdienen. Nun hat der Konzern auch verraten, wie tief Fußball-Fans für die Bundesliga-Berichte der „Bild“ in die Tasche greifen müssen.

In Sachen Bundesliga geht Axel Springer ab kommender Saison neue Wege. Der Verlag, zu dem auch die „Bild“-Zeitung gehört, hat sich bei der letzten Bieter-Wettschlacht um die Rechte an der Bundesliga Nachverwertungsrechte gesichert, die es Springer erlauben, auch in Form von Videos über die einzelnen Spiele zu berichten. Nachdem der Konzern im März bereits nähere Details zu seinen Plänen bekannt gegeben hatte, hat Axel Springer am Montag nun auch verraten, wie viel das neue Angebot kosten soll.

Demnach soll das Angebot „Bundesliga bei Bild“ ab August für 2,99 Euro im Monat zu haben sein und dem Nutzer damit Zugriff auf die Highlight-Clips der ersten und zweiten Bundesliga sowie der umfangreichen multimedialen Berichterstattung haben. Der Haken daran: „Bundesliga bei Bild“ kann nur zusätzlich zu einem regulären Abo-Paket gebucht werden, die die Tageszeitung ab dem 11. Juni einführt.
 
Dabei stehen Interessenten drei Modelle zur Verfügung: BildPlus Digital ist für 4,99 Euro im Monat zu haben und umfasst neben dem Zugang zu den kostenpflichtigen Inhalten auf der Homepage des Blattes auch die Smartphone- und Tablet-Apps. Für 9,99 Euro im Monat bekommt der Abonnent von BildPlus Premium zusätzlich die digitale Zeitung und bei BildPlus Komplett für 14,99 Euro im Monat liegt dem Paket sogar ein Kiosk-Abo der gedruckten Zeitung in Form eines Gutscheinheftes bei. Jeder neue Abonnent von BildPlus kann das Angebot einen Monat lang für 0,99 Euro testen.
 
Für Fußball-Fans, die sich für das Angebot von Axel Springer interessieren, heißt das, dass sie mindestens 4,99 Euro im Monat für eines der regulären Abos auf den Tisch legen müssen, ehe sie für weitere 2,99 Euro monatlich dann in den Genuss der Bundesliga-Berichte kommen. Die will „Bild“ dabei immer genau 60 Minuten nach Spielende, bei den Nachmittagsspielen am Samstag also immer gegen 18.20 Uhr, zur Verfügung stellen.
 
Damit tritt Springer in direkte Konkurrenz zur „Sportschau“ bei der ARD, die ebenfalls um diese Zeit von den Partien berichtet. Allerdings dürfte das Online-Angebot der „Bild“ der ARD zeitlich etwas voraus sein, da letztere selten vor 18.30 Uhr zur ersten Liga kommt. Bis zu den Top-Spielen vergeht dann noch einmal eine gute Stunde, während Axel Springer direkt um 18.20 Uhr sämtliche Beiträge online stellt. Ab 0 Uhr sind die Beiträge dann kostenlos zu sehen und sollen sich über Werbung finanzieren.
 
Die Bundesliga-Berichte der „Bild“ gibt es in zwei Varianten: als 90-sekündiger Highlight-Clip und als klassische Zusammenfassung, die über die Dauer von sechs Minuten über das jeweilige Spiel berichtet. Für die Kommentierung der einzelnen Videos holt sich der Verlag Hilfe beim Spartensender Sport1, mit dem ein entsprechender Dienstleistungsvertrag geschlossen wurden. Die Sport1-Leute werden dabei unter der redaktionellen Aufsicht der „Bild“ berichten. [fm]

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24 Kommentare im Forum

  1. AW: Bundesliga bei "Bild": Axel Springer gibt Preis bekannt Mein Tipp, das wird ein Rohrkrepierer...
  2. AW: Bundesliga bei "Bild": Axel Springer gibt Preis bekannt 8 Euro für 10min Zeitgewinn bei der Bundesliga. Manche Geschäftsmodelle bleiben erstaunlich.
  3. AW: Bundesliga bei "Bild": Axel Springer gibt Preis bekannt Man darf echt gespannt sein ob das ein Knüller wird.
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