Clouds: Sichere Datenablage oder Datenleck?

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Mit Clouds lassen sich die Daten ganz einfach im Internet ablegen, sodass man darauf von überall aus zugreifen kann. Doch welche Gefahren sind mit der Datensicherung im Internet verbunden?

Clouds gelten als das nächste große Ding in der IT-Branche. Die Cloud-Technologie ermöglicht es Nutzern, Daten außerhalb der lokalen Festplatte zu speichern. Diese Idee hat großes Potenzial und beschert der IT-Branche bereits jetzt hohe Umsätze und Gewinne. 2016 werden für das weltweite Cloud-Geschäft insgesamt Umsätze in Höhe von 200 Milliarden Dollar vorausgesagt. Das wäre eine Umsatzverdopplung innerhalb von nur vier Jahren. Noch stehen viele Computernutzer den Clouds allerdings skeptisch gegenüber. Insbesondere die Fälle, bei denen private Accounts von Promis gehackt und ihre Bilder veröffentlicht wurden, haben zu einem allgemeinen Misstrauen hinsichtlich der Datensicherheit von Clouds geführt.

Doch trotz der großen Skepsis bietet die Cloud-Technologie eine gute Möglichkeit, die eigenen Daten zu sichern. Denn sie kann den größten Albtraum aller Computernutzer – den Verlust wichtiger Daten – auch verhindern. Hackerangriffe, Diebstähle oder Hardware-Defekte können die digitalen Archive im schlimmsten Fall für immer verschwinden lassen: Mit der Cloud erfolgt die Datenspeicherung über das Internet – so lassen sich Kopien der eigenen Daten für den Notfall an einem externen Ort hinterlegen. Über Clouds können außerdem mehrere Nutzer gleichzeitig gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Dafür werden alle notwendigen Dateien und Dokumente in der Cloud abgelegt. Die Nutzer können dann von verschiedenen Standorten darauf zurückgreifen. Clouds bieten also prinzipiell viele Vorteile – lediglich die Sache mit der Datensicherheit ist ein Wermutstropfen.
 
Wie sicher sind Clouds?
 
Bei vielen Cloud-Anbietern stehen die Server im Ausland. Das ist nicht zwangsläufig ein Problem – wichtig ist allerdings, wie die Gesetze zur Datensicherheit in dem jeweiligen Land aussehen. Denn in einigen Staaten spielt das Thema Datenschutz keine große Rolle. Wer genau die Daten mitlesen kann, ist für den User oft nicht nachvollziehbar. Viele Cloud-Dienste, wie zum Beispiel Google Drive und Dropbox, haben ihren Sitz in den USA. Liegen die Daten auf US-Servern kann theoretisch die NSA darauf zugreifen. Die Vorstellung, dass ein NSA-Mitarbeiter durch die letzten Urlaubsbilder von Lieschen Müller oder die Studien-Mitschriften von Max Mustermann klickt, ist dann allerdings doch abwegig. Wer diese Vorstellung dennoch unangenehm findet, sollte gezielt einen Anbieter suchen, der Server-Standorte in Deutschland anbietet. 1&1 beispielweise lässt seine Kunden beim Dynamic Cloud Server wählen, ob der Serverstandort in den USA oder in Deutschland liegen soll. Zusätzlichen Schutz bietet eine Verschlüsselung der Daten.

Verschlüsselte Daten lösen ein weiteres Problem: Viele Kunden sind nämlich unsicher, ob der Anbieter ihre Daten tatsächlich zuverlässig abschirmt. Eine Verschlüsselung erschwert das Auslesen der Daten. Laien sollten sicherheitshalber jedoch keine allzu intimen Daten in der Cloud speichern. Insgesamt bringen Clouds aber den meisten Nutzern mehr Vor- als Nachteile.
 
Wichtige Punkte bei der Wahl eines Cloud-Anbieters
 
Vom Prinzip her funktionieren die Clouds bei allen Anbietern gleich. Unterschiede in der Funktionsweise betreffen lediglich die Art und den Umfang der Datensynchronisierung zwischen verschiedenen Geräten oder die Möglichkeit, gelöschte Dateien wiederherzustellen.
 
Bei der Wahl eines Cloud-Anbieters sollten Kunden vor allem auch auf rechtliche Aspekte achten – beispielsweise darauf, dass die Haftungsbegrenzung nicht zu weit gefasst ist. Das ist wichtig, damit der Anbieter im Fall von Datenverlusten zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet werden kann. Zum Thema Haftung gibt es hier ausführliche Informationen.
 
Außerdem sollte eine Weitergabe der Daten, etwa an ausländische Behörden, nur in einem sehr begrenzten Rahmen stattfinden dürfen. Nutzer sollten sich zudem informieren, ob der favorisierte Anbieter alle Geräte unterstützt, die man selbst verwendet. Das heißt, die Cloud lässt sich idealerweise sowohl vom iPhone als auch vom Windows-PC aus nutzen. [kw]

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