Computer und Handy ziehen Kinder in ‚Corona-Ferien‘ magisch an

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© KKH Kaufmännische Krankenkasse
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Seit den Schulschließungen nutzen Kinder Medien noch intensiver als sonst, wie eine Forsa-Umfrage der KKH Kaufmännischen Krankenkasse belegt. Doch auch andere Aktivitäten der Kinder haben in den ‚Corona Ferien‘ zugenommen.

Offiziell stehen die ungewollten ‚Corona-Ferien‘ in keinem Kalender, doch für die meisten Familien fühlt es sich danach an: Während die Eltern Homeoffice machen, haben die Kinder ungeplant schulfrei. Sie können morgens länger schlafen, erledigen ihre Hausaufgaben im Kinderzimmer oder am Küchentisch – nur Oma und Opa sollen sie nicht besuchen. Da verwundert es nicht, dass elektronische Medien auf Kinder derzeit noch mehr als sonst magische Anziehungskräfte ausüben, wie eine Umfrage jetzt bestätigte.

Im Auftrag der KKH Kaufmännischen Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 20. bis 25. März 502 Eltern von Kindern im schulpflichtigen Alter zwischen 6 und 18 Jahren. Nahezu alle Eltern – 95 Prozent – berichteten, dass ihr Kind zwischen 6 und 18 Jahren PC, Smartphone und Co. während der ‚Corona-Ferien‘ stärker nutzt als bisher. Interessanterweise haben fast alle Mütter und Väter Verständnis dafür.

Die Magie der Medien

Dabei werden die Medien nicht nur zum reinen Zeitvertrieb genutzt: Rund drei Viertel der Kinder und Jugendlichen verbringen häufiger und länger Zeit vor Computer, Laptop und Tablet, um für die Schule zu arbeiten. Online-Plattformen zum digitalen Lernen werden von jedem vierten Heranwachsenden mehr als sonst genutzt.

Außerdem dienen die Smartphones den Jugendlichen als Kommunikationsmittel um wenigstens per Chat oder Telefon mit den Freunden in Kontakt zu bleiben. An dritter Stelle verstärkt verwendeter Medien stehen Streamingdienste, gefolgt vom Klassiker Fernsehen – inklusive Mediatheken. Auch Spielekonsolen wie die Playstation werden aktuell intensiver von jedem vierten 6- bis 18-Jährigen genutzt, wobei das vor allem auf die Jungen zutrifft (42 Prozent zu 16 Prozent bei Mädchen). Was am liebsten genutzt wird, ist eine Frage des Alters: Während die 15- bis 18-Jährigen verstärkt Computer und Smartphone nutzen, schauen die Jüngeren zwischen 6 und 11 Jahren häufiger Fernsehen.

Die KKH rät Eltern einen Teil der freien Zeit als gemeinsame Medienzeit zu verwenden und feste Regeln aufzustellen, welche Medien und Inhalte wann wie lange genutzt werden dürfen. Nach der Corona-Krise sollten die Regeln aktualisiert werden.

Entlastung für Eltern

Viele Medien sind in diesen Ausnahmewochen ein Segen für viele Eltern: Laut der Forsa-Umfrage stellen Medien für mehr als ein Drittel der Eltern, 36 Prozent, zurzeit eine Entlastung dar, da sie sich wegen beruflicher Verpflichtungen oder Haushalt nicht rund um die Uhr mit ihren Kindern beschäftigen können. Das gilt vor allem für Alleinerziehende und jüngere Eltern. Die meisten Eltern sind mit der verstärkten Mediennutzung ihrer Kinder einverstanden – nur jedem vierten befragten Elternteil sind die längeren Onlinezeiten ihres Kindes ein Dorn im Auge, werden aber notgedrungen akzeptiert.

Mehr Zeit für alles andere

Wer befürchtet, dass bei dem ganzen Medienkonsum alle Kinder faul und dick werden, irrt sich: In etlichen Familien wird die zusätzliche freie Zeit genutzt, um Gutes für die Gesundheit zu tun. So nutzen 52 Prozent der 6- bis 18-Jährigen die Tage, um bewusst zu entspannen und mehr zu schlafen – das gilt besonders für Ältere sowie Mädchen. Sofern keine Ausgangssperre besteht, unternimmt mehr als ein Drittel mehr an der frischen Luft. Und bei rund einem Fünftel rücken sportliche Aktivitäten in den Fokus.

Doch auch fernab digitaler Medien und Schule sorgen andere Aktivitäten für Abwechslung: Viele verbringen mehr Zeit mit der Familie und 41 Prozent der Kinder räumen ihr Zimmer auf. Auch Bücher, die Liebe zum Kochen und Backen oder Malen und Basteln erfreuen sich mit jeweils etwa einem Drittel wachsender Beliebtheit.

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