Corona-Risikotest: Drittel der Teilnehmer mit mehreren Risikofaktoren

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health tv bietet einen Selbsttest an, mit dem man sein Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf bestimmen kann. Eine Analyse zeigt die häufigsten Risikofaktoren der Befragten.

Ältere Menschen, Männer, Raucher, Lungen-, Herz-, Leber-, Nieren- und Krebskranke, Menschen mit einer Immunschwäche sowie Diabetiker – sie zählen nach bisherigen Erkenntnissen zu den Personengruppen, die ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 haben.

health tv bietet seit dem 11. März auf seiner Website einen Corona-Risikotest an, mit dem man sein Risiko besser einschätzen können soll. Je mehr der zehn Fragen man mit Ja beantwortet, desto höher ist das persönliche Risiko. Seit Start des Tests haben über 42.000 Personen daran teilgenommen. Eine auffallende Mehrheit ist weiblich (93,4 Prozent) und 50 Jahre oder älter (87,4 Prozent).

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Aufgeschlüsselt nach Risikogruppen zeigt sich, dass 35,8 Prozent der Befragten rauchen und 26,3 Prozent an einer chronischen Lungenkrankheit leiden. 16,2 Prozent haben eine Immunschwäche, 11,6 Prozent sind Diabetiker, weitere 11,6 Prozent sind herzkrank. An einer chronischen Lebererkrankung leiden 10,1 Prozent. 2,8 Prozent haben eine chronische Nierenerkrankung und 5,2 Prozent sind an Krebs erkrankt.

Bei mindestens einem Drittel der Teilnehmer addieren sich mehrere Risikofaktoren: Zum höheren Alter kommen Rauchen und/oder Grunderkrankungen hinzu. Damit ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf vermutlich deutlich erhöht. Für Hoch-Risikogruppen ist es besonders wichtig, eine Infektion zu vermeiden. Allgemeine Verhaltensregeln wie Händewaschen, Abstand halten, Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen gelten für sie in besonderem Maße.

Auf Nachfrage von DIGITAL FERNSEHEN erklärte health tv, dass rund 30 Prozent der Test-Teilnehmer weder Raucher seien noch an einer Vorerkrankung litten. Damit gehören sie nicht zum Personenkreis mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf – wenn man das Alter außer Betracht lässt.

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27 Kommentare im Forum

  1. Tja, wenn hauptsächlich Ältere, die eh zur Risikogruppe gehören, und dann auch hauptsächlich wegen ihnen schon bekannter Grunderkrankungen solch einem „Selbst-Test“ nutzen, dann kommt solch ein für die Gesamtbevölkerung unzutreffendes Ergebnis dabei heraus. Wieder mal nur Panikmache als Realität diese Meldung hier.
  2. Nur mal zur Info für die "Unverwundbaren" ... erhöhtes Risiko hat: - Jeder, der unter Diabetes leidet. - Jeder, der unter COPD leidet (zum Beispiel Asthma). - Jeder, der raucht. - Jeder, der einen Leberschaden hat, inkl. Fettleber bei Übergewicht. - Krebs - Nierenschäden. - Geschwächtes Immunsystem - MS, Morbus Crohn etc. Jeder dieser Faktoren erhöht das Risiko ... ein Raucher hat das gleiche Risiko auf einen schweren Verlauf wie ein ansonsten gesunder mit 70. Insofern: Jeder muss wissen, was er tut ...
  3. Eine auffallende Mehrheit ist weiblich (93,4 Prozent) Was haben Frauen und Katzen gemeinsam? Beide sind neugierig. :whistle:
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