Cyber-Kriminalität: Die Hälfte der Deutschen betroffen

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Die wichtigste Informations- und Kommunikationsquelle ist auch ein Ort des Verbrechens. Wie eine Studie des Bitkom zeigt, wurden mehr als 50 Prozent der deutschen Internetnutzer im vergangenen Jahr Opfer von Cyber-Kriminalität.

Das Internet bestimmt seit Jahren schon die Aktivitäten der Menschen. Ob Bankgeschäfte, einkaufen, E-Mail-Verkehr oder allgemeine Informationen, viele Alltagsarbeiten finden online statt. Doch ist das World Wide Web auch ein Ziel für virtuelle Verbrechen. Und von dieser Cyber-Kriminalität sind in den letzten zwölf Monate über die Hälfte (51 Prozent) der deutsche Internetnutzer betroffen gewesen, wie eine Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) belegt.

Die häufigste Ursache sind dabei Computerviren oder andere Schadsoftware, welche die Rechner von 37 Prozent der Betroffenen infiziert haben. Dass solche Programme ernst zu nehmen sind, bekräftigt die Geschäftsleiterin für Sicherheit und Datenschutz im Bitkom, Susanne Dehmel: „Mit Computerviren gehen häufig nicht nur technische Defekte, sondern weitere Delikte wie Erpressung oder Datendiebstahl einher.“
 
Dabei sei Internetkriminalität heute genauso alltäglich wie Autodiebstähle, so Dehmel weiter. Zu den weiteren Delikten zählten die Befragten Betrug bei Online-Handel und -Banking (16 Prozent) und das Ausspionieren von Zugangsdaten (15 Prozent). Ein wichtiger Punkt ist der Datendiebstahl, der sich in unterschiedlichen Formen bemerkbar macht. So geben 15 Prozent der Betroffenen an, dass in ihrem Namen Spam-E-Mails verschickt wurden, von 8 Prozent wurden die persönlichen Daten an Dritte weitergegeben, drei Prozent erklärten, dass eine andere Person sich unter ihrem Namen ausgegeben habe.
 
Auch das sogenannte Cyber-Mobbing gehört in die Kategorie Internetkriminalität. Auch die Befragten wurden Opfer dieser Belästigungen, ob verbal (sechs Prozent) oder sexuell (fünf Prozent). „Cyber-Kriminalität führt häufig nicht nur zu materiellen Schäden, sondern richtet sich auch gegen die Menschen selbst“, führt Dehmel dazu aus. [buhl]

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