Deutschland für mehr Verschlüsselung im Internet

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Statt Aufhebung der Verschlüsselung, wie nach den Anschlägen von Paris derzeit gefordert wird, will sich Deutschland für einen besseren Verschlüsselungsschutz im Internet einsetzen.

Die Internet-Kommunikation in Deutschland soll künftig häufiger und besser verschlüsselt werden. Das sieht die „Charta zur Stärkung der vertrauenswürdigen Kommunikation“ vor, die auf dem IT-Gipfel in Berlin vorgestellt wurde. Die Erklärung wurde von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Vertretern der IT-Wirtschaft unterzeichnet, darunter die Deutsche Telekom sowie 1&1 und Web.de. „Wir stellen sichere Infrastrukturen zur Verfügung, um die eigene Identität im Netz besser zu schützen und sicher zu kommunizieren“, heißt es in dem Papier vom Donnerstag.

Auch die Nutzung des neuen Personalausweises werde vereinfacht, heißt es. Die Verschlüsselung privater Kommunikation in der Breite solle zum Standard werden. „Wir wollen Verschlüsselungs-Standort Nr. 1 auf der Welt werden“, lautete das gemeinsam gesetzte Ziel.

Die Charta-Unterzeichner bekennen sich zu einer besseren Nutzerfreundlichkeit oder zu mehr Aufklärung in Sachen Ende-zu-Ende-Kommunikation. Diese garantiert, dass die Nachricht sowohl unterwegs als auch auf den Servern des Providers chiffriert bleibt und nur auf dem Empfängergerät entschlüsselt werden kann.

Eine häufig verwendete Verschlüsselungstechnik für E-Mail ist PGP – das steht für „Pretty Good Privacy“ (Deutsch: Ziemlich gute Privatsphäre). Dieses Programm gibt es schon seit 1991. Web.de und GMX ermöglichen ihren Nutzern seit August diesen Jahres den Versand sicher verschlüsselter E-Mails mit PGP.

Das Thema Verschlüsselung ist ein Streitthema zwischen Datenschützern und Befürwortern einer weitreichenden Internet-Überwachung. „Das Spannungsverhältnis ist nicht neu“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Grundlage des Regierungshandelns sei weiterhin der Krypto-Eckpunkte-Beschluss aus dem Jahr 1999. In dem Papier war die „gezielte Schwächung oder Regulierung von Verschlüsselungstechniken“ abgelehnt worden. Gleichzeitig wurde verlangt, dass durch die Verbreitung starker Verschlüsselungsverfahren die gesetzlichen Befugnisse der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden zur Telekommunikationsüberwachung nicht ausgehöhlt werden dürften. [dpa/kw]

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7 Kommentare im Forum

  1. Schön, und dann liegt der Private Key auf dem Server eines windigen Mailanbieters? Bestimmt auch noch online generiert...
  2. 1997 haben sich die 2 schlausten Menschen der Welt zusammengesetzt. Dabei wurde von Ihnen eine Komplettüberwachung fürs Internet entwickelt. Darauf bauen heute Regierungen die vorhaben das Internet zu kontrollieren. NSA und Co haben so schon immer die Lösung gehabt. Alles andere war leeres Gerede um den Bürger in Sicherheit zu wiegen. Ungefähr war der Wortlaut der schlauen Köpfe, das Internet ist die beste Methode um den Bürger zu überwachen.
  3. Aber eben dieses "Überwachungsmedium" wird nun als Waffe umgekehrt, in dem sich die Bürger gegenseitig aufklären. Da entgleitet den Überwachern genau ihre Waffe uns gegenüber, in dem wir sie umkehren um so für mehr "Aufklärung und Bildung" zu sorgen, wenn man dabei versucht das Richtige vom Falschen abzuwägen. Und das ist die Schwierigkeit, dieses Difuse wieder greifbar zu machen für uns Bürger und es richtig zu erkennen. Der NSA ist diese Überwachung doch unmöglich. Man kann keine Milliarden Menschen überwachen und mit irgendwelcher technologischer Mittel den einen "Bösewicht" herausfischen. Und wenn, dann bedenken sie nicht, dass das System auch irgendwann einen von ihnen einholen kann, wie bei Minority Report. Der Bumerang kommt immer zurück.
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