Die Tischtennis-Bundesliga live im Internet

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Via IPTV können Tischtennisbegeisterte Livestreams einiger Bundesligabegegnungen mitverfolgen oder später als Video-on-Demand herunterladen.

Internetfernsehen wird für Randsportarten immer interessanter, weil so die Zuschauer gezielt angesprochen werden.

Deswegen hat die Tischtennis-Bundesliga mit Beginn der letzjährigen Meisterschaftsendrunde ein IPTV-Angebot gestartet. Dies ermöglichte es Fans, über das Portal ttlive.tv die Play-Off-Begegnungen live mitzuverfolgen oder als VoD herunterzuladen. Das Material liegt in zwei Qualitätsstufen vor, einmal in reduzierter Auflösung sowie in DVD-Qualität. Und tatsächlich haben 2 000 Nutzer das Angebot wahrgenommen, trotz der 5,50 Euro Gebühr pro Spieltag.
 
Aufgrund der starken Nachfrage soll dieses Angebot mit dem Beginn der neuen Saison fortgeführt werden. Die Begegnungen der Mannschaften werden im Einzeldownload zunächst weiterhin um die fünf Euro kosten, Paketpreise eröffnen dem Nutzer ein gewisses Sparpotenzial.
 
Nach Angaben der Pressesprecherin des Deutschen Tischtennis-Bunds (DTTB) ist IPTV eine interessante Möglichkeit, den Fans Tischtennis näher zu bringen. Zwar musste der Tischtennisdachverband die Anschubkosten tragen, aber man hofft auf eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Produkts. Ein langfristiges Ziel ist auch die Kooperation mit einem Sponsor für das IPTV-Angebot, welche es ermöglichen würde, dass die Gebühren noch geringer werden oder gar ganz wegfallen.
 
Außerdem soll die IPTV-Nachfrage der Randsportart verhelfen, im althergebrachten Fernsehen öfters gezeigt zu werden. Denn nichts ist einbesseres Verhandlungsargument gegenüber den Programmmachern als eine hohe Nachfrage nach dem eigene Produkt. „Wenn wir den Sendern zeigen können, dass sehr viele Leute Tischtennis im Internet schauen und sogar bereit sind, dafür Geld zu bezahlen, dann hätten wir ein viel stärkeres Verkaufsargument,“ erläuterte die Verbandssprecherin gegenüber DF. Und eine höhere mediale Präsenz kann wiederum in bahre Münze umgewandelt werden, wenn es um Verträge mit Sponsoren geht.
 
Tischtennis ist nur ein Beispiel für die gezielte Sportvermarktung über IPTV. Zwar steckt das Internetfernsehen in Deutschland noch in den Kinderschuhen, aber das große Potenzial des neuen Signalwegs ist erkannt worden. Und mit der schnell ansteigenden Zahl an Breitbandanschlüssen wächst auch der potenzielle IPTV-Markt. So entwickeln sowohl die Deutsche Basketball Bundesliga als auch die Eishockey-Bundesliga verschiedene Konzepte, ihre Sportart über das Internet auszustrahlen.
 
Die Verantwortlichen der Basketball-Bundesliga flirten mit dem Gedanken, ein Pay-per-View-Modell zu starten. Im Gegensatz dazu will die Eishockey-Bundesliga die Ausstrahlung einiger Zusammenfassungen selbst finanzieren. Ein Test mit 70 000 Usern während der Finalspiele der letzten Saison sei sehr viel versprechend verlaufen. [lf]

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