DiTV lehnt freiwillige Standardisierung für iTV ab

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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München – Der Medien- und Technikverband DiTV widerspricht der durch die EU-Kommissarin Viviane Reding geäußerten Ansicht, die Einführung neuer digitaler und interaktiver TV-Angebote sei am besten durch freiwillige Standardisierung zu erreichen.

„EU-weite technische Standards sind gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung digitaler Dienste heute mehr vonnöten denn je zuvor“, sagt der Vorstandsvorsitzende des DiTV, Lutz Mahnke.

Ein reibungsloser und zügiger Übergang zum digitalen Fernsehen und die Einführung von interaktiven Diensten werden durch die Unterstützung vertikaler Marktmodelle und die damit einhergehende Fragmentierung der Märkte nicht befördert. Damit einhergehend wird es der Industrie durch die fehlende Standardisierung zunehmend erschwert, europaweit neue Märkte zu erschließen. Das Vorhandensein immer zahlreicherer, untereinander nicht kompatibler Lösungen ist keine Basis für die erforderliche Interoperabilität. Die Zuschauer und Nutzer des digitalen Fernsehens werden so immer weiter verunsichert, da ihnen die Basis für eine langfristige Entscheidung zugunsten einer einheitlichen Technologieplattform genommen wird.
 
Der deutsche iTV Verband fordert weiterhin eine Hinwendung zu EU-weiten technischen Standards, die es auch und gerade den in der EU ansässigen zahlreichen innovativen Unternehmen auf dem Gebiet der digitalen Medien ermöglichen würden, von den Möglichkeiten der neuen Medien grenzübergreifend zu profitieren.
 
Die Europäische Kommission hatte vor kurzem mitgeteilt, dass sie Normen für interaktives Digital-TV ablehne und auf freiwillige Standardisierung durch den Markt setze. [mg]

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