Ende des linearen TV-Senders: BBC Three wird Onlinekanal

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Nach jahrelangen Diskussionen wird nun die Umwandlung von BBC Three in einen Onlinekanal, der das Ende des linearen Fernsehsenders mit sich bringt, vollzogen. Die Inhalte von BBC Three sind dann nur noch über den iPlayer verfügbar.

Die von der britischen Regierung verordneten Sparmaßnahmen zwingen die BBC zu drastischen Maßnahmen. So wird der Jugendsender BBC Three am heutigen Dienstag in einen reinen Onlinekanal umgewandelt. Auf dem linearen TV-Sender werden die Fernsehzuschauer über den Umzug des Spartensenders informiert, in einigen Wochen wird der Rundfunkbetrieb komplett eingestellt. Die Inhalte des Senders sind dann nur noch im Internet verfügbar, sie können über die BBC-Mediathek BBC iPlayer abgerufen werden. Aber auch über soziale Netzwerke wie Facebook und Youtube gibt es einzelne BBC-Three-Sendungen zu sehen.

Laut der „Financial Times“ wurde zur Senkung von Kosten das Budget um die Hälfte gekürzt, auf 30 Millionen Pfund. Neben dem Kostensenkungsaspekt führt die BBC das gewandelte Mediennnutzungsverhalten der Zielgruppe als Grund für die Umwandlung von BBC Three in einen Onlinesender an. Im Gegensatz zu den anderen BBC-Kanälen, bei denen das Durchschnittsalter der Zuschauer 60 Jahre beträgt, sind die BBC-Three-Zuschauer im Durchschnitt 33 Jahre alt. Eine Zielgruppe, die Fernsehinhalte immer öfter online konsumiert.
 
Ursprünglich sollte die Umwandlung von BBC Three in einen reinen Onlineauspielkanal schon im Herbst letzten Jahres vonstatten gehen, dieser Termin wurde allerdings verschoben. Das Aus des linearen Fernsehsenders war bereits vor zwei Jahren beschlossene Sache. [kw]

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14 Kommentare im Forum

  1. möchte mal wissen, was bei uns in d los wäre, wenn die dritten nur noch als internetstream zu sehen wären. aber bei der bbc ist ja alles toll und so viel besser wie bei uns. wenn die bbc ihr angebot immer mehr ausdünnt, ist das vernünftige sparpolitik, wenn das ard und zdf so veranstalten würden, wäre das ein "verbrechen" am gebührenzahler. am lautesten würden dann wieder die jenigen schreien, die sich so wie so damit brüsten, nie gebühren zu zahlen.
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